The Angry Old Man

Während der Kontinent den neuen Literaturnobelpreisträger Harold Pinter eher mürrisch begrüßt, freut sich die britische Presse

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Der Nobelpreis für Literatur für unseren größten und griesgrämigsten Dramatiker ist ein Grund zum Feiern. Es ist ein Triumph für die britische Theaterkultur, die in den letzten Jahren ein wenig aus der Mode gekommen schien», so begrüßte der «Guardian» Harold Pinters Auszeichnung.

 

Die «Times» gratulierte und zählte Pinters diverse Verdienste auf: «Eine wohlverdiente Ehrung für Großbritanniens größten Dramatiker des letzten halben Jahrhunderts, der sowohl für die Bühne als auch für die Leinwand geschrieben, 29 Theaterstücke produziert hat und auch als Schauspieler, Lyriker und Regisseur arbeitet. Doch ist er fast genauso bekannt für seine kompromisslosen politischen Überzeugungen. Er verzichtete dankend auf einen Ritterschlag von John Major, hat den Irakkrieg unverblümt kritisiert und nannte in dem Zusammenhang Tony Blair einen ‹verblendeten Idioten› und Präsident Bush einen ‹Massenmörder›.»

Auch der «Independent» stand nicht nach und bewies dramenhistorisches Bewusstsein: «Seit George Bernhard Shaw war kein britischer Dramatiker so berühmt und ist so angegriffen worden für seine Meinung zum Thema Krieg, Amerika und Freiheit.»

 

Congratulations: Tom Stoppard, David Hare, Michael ...

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Theater heute November 2005
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Patricia Benecke

Vergriffen
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