Sebastian Weber «Ella»
Sie singt wirklich. Vilma Kananen sitzt in der Bandewanne und singt in die Duschbrause: «There are things you never forget, even though you grow old», im Original von Moriarty. Ein überraschender Start für «Ella», das neue Stück der Sebastian Weber Dance Company, in der Weber die Erinnerungen seiner Großmutter verarbeitet, mit der er im Alter von 100 Jahren ein ausführliches Interview über ihr Leben geführt hat. So kommt Ella auch selbst zu Wort, erzählt von Mädchenbildung, Tauschhandel nach dem Krieg oder Kochrezepten.
Keine großen historischen Bögen, sondern alltägliche Sorgen und Begegnungen.
Das sind die Startpunkte für Impressionen der vier Tanzenden. Weber und Kananen kommen vom Stepptanz, Neve Arbel und Renate Graziadei haben einen zeitgenössischen Background. Diese Fusion ist eine Linie, die Weber bereits seit längerem verfolgt und hier nochmal zuspitzt. Zugleich werden die Produktionen materialintensiver.
Frank Fellmann hat vier Teilräume konzipiert, die verschiedene Ecken eines heimeligen Wohnhauses darstellen: Küche, Wohnzimmer Bad. Diese können munter durch die Gegend geschoben werden, so dass auch viel Raum für den Tanz bleibt.
Weber und Graziadei liefern sich ein ...
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Tanz November 2026
Rubrik: Kalender, Seite 40
von Torben Ibs
Größenwahn ist ihm unbekannt. Für gewöhnlich stellt Sir Peter sein Licht eher unter den Scheffel. Aber wenn er am 25. November seinen hundertsten Geburtstag feiert, kann er ohne Übertreibung von sich sagen: Jetzt bin ich ein echter Jahrhundert-Choreograf.
Gewürdigt wurde er ja zuvor schon immer mal wieder. Queen Elizabeth II., Gott hab sie selig, hat ihn 1993 noch...
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