Etappensieg

Martin ten Kortenaar hat ein dreijähriges Intermezzo in Berlin eingelegt – und sich als Principal etabliert. Vor der Rückkehr nach Amsterdam traf ihn Dorion Weickmann

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Es gibt Tänzer, denen sieht man eine ganze Weile zu. In verschiedenen Rollen, bei verschiedenen Anlässen, und immer bleibt es beim Eindruck: sehr schön, aber nicht unbedingt spektakulär. Dann kommt der eine Moment, der das Blatt wendet. Eine Geste, eine Arabesque, wie maßgeschneidert für den Tänzer, der die Form zugleich über ihre eigenen Ränder hinaustreibt. Bei Martin ten Kortenaar, 2023 als Solist zum Staatsballett Berlin gestoßen und ein Jahr später zum Principal befördert, kam der Moment mit seinem Auftritt in der «Nurejew»-Premiere im März 2026.

Ein Mann tritt herein, schlank und groß gewachsen, zwischen den Fingern balanciert er eine Zigarette, wie andere eine Kostbarkeit spazieren führen. Er sieht sich um im Studio, nimmt Platz, dann einen Zug. Den Rauch scheint er wie ein Exhalationskünstler zu veratmen. Die Augen wandern … sieh da, noch ein anderer im Raum? Ein interessierter Blick, verhalten noch und trotz aufflackernder Neugier mit Vorsicht getränkt: Wer kann das sein? Der Elegante und der Rasante umkreisen einander, bis sie an der Ballettstange zu stehen kommen: das Gesicht dem Gegenüber zugewandt, keine zwei Meter Abstand dazwischen. Da greift der eine blitzschnell ...

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Tanz November 2026
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Dorion Weickmann

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