Schuld und Süßigkeiten

Albert Ibokwe Khoza inszeniert am Berliner Humboldtforum die Performance «Dear Museum!» – ein Heilungsritual

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Noch immer betrete ich das Humboldt -forum mit Skepsis. Der Abriss des Palasts der Republik und die Rekonstruktion des preußischen Stadtschlosses, der Versuch also, DDR-Geschichte in Berlins Mitte einzutauschen gegen die nicht minder problematische preußische Tradition, ist der eine Haken – die Unterbringung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst mit ihren zumeist auf kolonialen Wegen nach Deutschland gekommenen Exponaten der andere.

Gleichzeitig bemüht sich die Leitung des Hauses, so aufgeklärt und kontextualisierend wie möglich mit problematischen Inhalten umzugehen – bloß, reicht das?

Eine besonders wirkungsvolle Strategie, das schwierige Erbe zu thematisieren, ist die Einladung internationaler Künstler:innen, die sich in Residenzen mit dem Museum auseinandersetzen. So hat der Leiter des Veranstaltungsprogramms, der ehemalige Karlsruher Schauspieldirektor Jan Linders, im letzten Winter Albert Ibokwe Khoza nach Berlin geholt, Performance Artist und Sangoma – so bezeichnen die südafrikanischen Xhosa traditionelle Heiler und Vermittlerinnen zwischen den Lebenden und der Geisterwelt. Aus Khozas Residenz ist nun eine multimediale Performance hervorgegangen, ...

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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Eva Behrendt

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