Räume der Vergemeinschaftung
Die Architektur von Spielstätten und Theatern erfährt seit einigen Jahren wieder neue Aufmerksamkeit. Das liegt offenkundig an dem Bedarf zur Modernisierung zahlreicher Häuser, die vor rund 60 Jahren errichtet wurden, und den Debatten um ihren Erhalt oder Neubau. Zugleich hat sich die Situation verändert, da zu den Stadt- und Staatstheatern viele andere Formen von Aufführungsorten hinzugekommen sind, die die Entwicklung von Theater und performativen Künsten mit den städtischen und privaten Theatern sowie der Freien Szene widerspiegeln.
Die Kunst-, Theater- und Architekturwissenschaften widmen sich diesen Themen und befragen sowohl die Geschichte wie auch die gegenwärtigen Tendenzen.
Ein Ergebnis dieser Untersuchungen ist die jüngst erschienene Publikation «Spiel-Räume der Demokratie» von Frank Schmitz, der sich auf den Theaterbau der ersten Nachkriegsdekaden in der Bundesrepublik konzentriert. Er entwickelt sein Thema anhand von rund 40 Bauten, deren Auswahl das Ziel verfolgt, nicht nur «die gestalterisch ‹herausragenden› Bauten besonders ausgiebig zu verhandeln», wie es zumeist in Architekturgeschichtsbüchern der Fall ist. Kompendien zur Theaterarchitektur dieser Ära sind ...
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Theater heute Februar 2023
Rubrik: Theaterarchitektur, Seite 46
von Annette Menting
Vor zehn Jahren zeigten She She Pop im Berliner Hebbel am Ufer ihr Stück «Schubladen». Das westdeutsch geprägte Performancekollektiv stieß dabei auf in der DDR sozialisierte Intellektuelle wie Annett Gröschner und Peggy Mädler und stellte dabei fest, dass die popkulturellen Codes, die das eigene Schaffen prägen, gar nicht so universell einsetzbar sind wie die...
Am Ende ist es wie bei einem Schiller-Stück: Ein Brief entscheidet über das Schicksal zweier Frauen. Hausverbot. Übertriebene Aktion eines überforderten Intendanten oder gerechtfertigte Maßnahme zur Wiederherstellung des Hausfriedens? Hier gehen die Meinungen am Schauspiel Leipzig, in dem Ende letzten Jahres dieses Trauerspiel aufgeführt wurde, ausein -ander. Doch...
AALEN, THEATER
28. Zeh, Corpus delicti
R. Tina Brüggemann
ANNABERG-BUCHHOLZ, EDUARD-VON-WINTERSTEIN-THEATER
4. Schiller, Kabale und Liebe
R. Jan Holtappels
ANSBACH, THEATER
11. Brecht und Weill, Die Dreigroschenoper
R. Axel Krauße
BADEN-BADEN, THEATER
10. Kafka, Der Verschollene
R. Birga Ipsen
17. Hierzegger, Die Notlüge
R. Jenke Nordalm
BAUTZEN,...
