NO FEAR!

Hölderlins «Übergang des Vaterlandes» will Matthias Pees mit der Freien Szene erproben

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Früher, in Hamburg, träumte ich von einem Theater auf der Spitze des Kamerunkais. Es war die architektonische Umsetzung einer Sequenz von Fragmenten aus Hölderlins «Titanen»-Entwurf (z.B. «Und in den Ocean schiffend / Die duftenden Inseln fragen / Wohin sie sind») und vereinte die räumlichen Möglichkeiten für ein Gastmahl (Пир королей) im Untergrund des Jungfrauenklosters, eine Zugfahrt durch die Ebene von Troja und einen erstarrten Ausblick vom Dach der Welt mit anschließendem ungeheuren Sturz, der unmerklich überginge in ein immer unmerklicheres Versinken.

In meinen monumentalhydraulischen Träumen konnte sich sowohl die gesamte Kamerunkaispitze um mindestens 25 Meter aus dem Boden erheben (um alles Untergründige emporzuliften), als auch das ganze Theater von einem geschlossenen Gebäude aus Glas in eine gigantische Freiluftfläche mutieren, mithilfe ebenso enormer wie graziler Seiten- und Rückwände, die je nach Akt und Bewusstseinszustand geräuschlos, aber gravitätisch im Hamburger Hafenbecken versinken konnten.

Kö-Pi-haft strömte und rann und perlte das Wasser dann von den Riesenscheiben, wenn diese sich schließlich langsam wieder aus dem Becken erhöben.

Die Besucher setzten in ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 76
von Matthias Pees

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