«Nicht witzig»

Ute Baggeröhr «Immer noch da» (U) am Badischen Staatstheater Karlsruhe

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Was hat sie nur? Einen Tumor? Oder leidet sie gar schon an einer frühen Demenz? Ute ist sich im Unklaren – über ihren Körper, ihre Psyche. Doch dann bringt das Ärztehopping doch noch die ersehnte, wenn auch nicht vollends erfreuliche Antwort: Sie ist in den Wechseljahren. Dass das Badische Staatstheater zu diesem Thema ein eigenes Solo-Stück auf den Spielplan gesetzt hat, ist aller Ehre wert, findet doch diese Phase im Leben einer Frau bislang in den wenigsten Dramen Raum.

Passend dazu wählt Susanne Freiling, Regisseurin und Mitautorin des Abends (neben Ute Baggeröhr und Lea Goebel), einen ungewöhnlichen Ort: Wir sitzen in einer Bar inmitten der alternativ-studentischen Südstadt von Karlsruhe. Mit knapp dreißig Besucher:innen also volles Haus!

Anfangs vor der Theke liest die mit Verve von Ute Baggeröhr verkörperte Protagonistin aus ihren Mails an eine K. Sie berichtet von Konzentrationsschwächen, Müdigkeit, Hitzewallungen, von zunehmend anstrengenden Proben auf der Bühne, von Schlaflosigkeit und Nervosität. Und schließlich von der Entscheidung, aus all diesen beschwerlichen Monaten des Umbruchs einen Text zu verfassen. Es sollte «ein Abend gegen mein eigenes Vergessen werden», so ...

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Theater heute Juli 2026
Rubrik: Chronik, Seite 62
von Björn Hayer

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