Neuigkeiten aus der Untergangswelt

Elfriede Jelineks «Asche» wird in Hamburg und Hannover neu ausgeleuchtet, in Berlin laden Milena Michaleks «Vertikale Wale» ins Theaterschlaflabor

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Alles ist verbrannt. Alles Asche. Das habe ich schon vorausgesehen.» Hat sie tatsächlich. Wer die Bilder der brennenden Vororte von Los Angeles gesehen hat, die abgefackelte Traumvilla der Hotelkettenerbin in Malibu oder die verkohlten Prunkresidenzen von Pacific Palisades, aber auch das ganz normale Suburbia von Altadena, Straßenzüge um Straßenzüge in Schutt und Asche mit verstörten, im Staub wühlenden Bewohnern, der muss Elfriede Jelinek leider rechtgeben.

Sie hat das explosive Zusammenspiel der Elemente von «Feuer, Wasser, Erde und Luft» überraschend präzis vorauseilend beschrieben. Wobei es am Wasser in diesem Fall leider eher gefehlt hat.

Die Münchner Uraufführung von Falk Richter im September 2024 hatte vieles von Jelineks dichtem Text unter Monologkaskaden begraben, Jette Steckels Nachinszenierung im Hamburger Thalia an der Gaußstraße holt es wieder hervor. Sie entwirrt die Verwirbelung von persönlicher Erinnerung an den verstorbenen Lebensgefährten, von Motiven der Einsamkeit, des Alters, des Verfalls mit Klimakatastrophe und Planetenelend, ohne die wechselseitigen Bezüge zu kappen. Eingeflochten immer wieder bissige Verweise auf Schöpfungsmythen wie Platons «Timaios» und ...

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Theater heute März 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 16
von Franz Wille

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