Neue Stücke
Kaum hat das Mülheimer Stückefestival seine Preise verteilt, klopfen am Deutschen Theater Berlin die Autorentheatertage an die Pforte. Als Sieger fest stehen jetzt schon Dominik Buschs «Das Gelübde» (R: Lily Sykes) über einen Arzt ohne Grenzen, Stefan Hornbachs «Über meine Leiche» (R: Nicolas Charoux), ein Stück über zwei sehr unterschiedliche Todgeweihte, sowie Jakob Noltes «Gespräch wegen der Kürbisse» (R: Tom Kühnel), das eine neurotische Gesellschaft porträtiert.
Busch und Hornbach entstehen jeweils in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Zürich und dem Wiener Burgtheater. Mit «Mephistoland» am Berliner Gorki Theater skizziert der ungarische Autor und Regisseur Andras Dömötör ein nach rechts gerücktes europäisches Land; sein Landsmann Kornel Mundruczo zeigt in Oberhausen sein jüngstes Stück über eine Roma-Familie «Imitation of Life». Dem Schicksal des ungarisch-jüdischen Fußballtrainers Jenö Konrad spürt Albert Ostermaier mit «Linke Läufer (Erster sein)» am Staatstheater Nürnberg nach (R: Oliver D. Endreß). Britta Erasmy schildert in «Chapters» am Staatstheater Kassel das Leben einer Aussteigerin (R: Shirin Khodadadian), Tugsal Mogul beschäftigt sich am Theater Münster mit ...
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Theater heute Juni 2016
Rubrik: Daten, Seite 65
von
Für das Wiedersehen nach zwanzig Jahren lässt die Paderborner Intendantin Katharina Kreuzhage ein Filmset auf der Bühne aufbauen. Scheinwerfer werden von zwei Schauspielern herein gerollt. Die Frau, die Leyla spielt, wartet an der markierten Stelle, bis sich plötzlich ein Schwall Wasser aus dem Schnürboden ergießt. Jetzt kann sie vom Regen durchnässt dem Mann im...
Wut
(kleines Epos.
Geh bitte, Elfi, hast dus nicht etwas kleiner?)
© Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2016
Eine Saat? Eine Saat sollen wir sein? Männersaat, nein, da sind auch Frauen, geharnischt aber beide Geschlechter, manche auch nur geraubt, mit uns beiden sind wir, mit uns sind wir schon drei. Kurz zur Erinnerung, Sie...
Manche Deutsche haben einen eigenartigen Humor, der sehr ironisch sein kann», warnt das kleine, blaue Buch, aus dem der Schauspieler Khalifa Natour vorliest. «Im Zweifelsfall lieber nachfragen, wie etwas gemeint ist. Andere wirken so, als hätten sie überhaupt keinen Humor.»
Was im Studio der Schaubühne am Lehniner Platz große Erheiterung beim Publikum auslöst, ist...
