Nach uns der Goldglanz
Verdienen wir überhaupt, glücklich zu sein?» Alexander, der wortkarge Typ vom Nachbargrundstück, hieß in Tschechows Originalversion der «Drei Schwestern» noch mit Nachnamen Werschinin, war russischer Offizier und bedauernswerter Gatte einer kranken Ehefrau, die er am Ende doch nicht mit den Kindern allein lassen wollte, obwohl ihm das Liebesglück für ein paar Monate in Gestalt der verheirateten Generalstochter Mascha vor der Nase baumelte.
Auch sein zeitgenössischer Wiedergänger Alexander hat in der «Drei Schwestern»-Fassung von Simon Stone das mögliche Glück erst vorsichtig bewundert, dann aber mutig angetestet, bevor er es mit der oben gestellten Frage zurückweist.
Als alle noch Kinder waren, haben die wohlhabenden Geschwister den Sohn des Automechanikers kaum beachtet – Jahre später können sie sich nicht mehr an ihn erinnern, als er mit blutender Hand plötzlich im Garten steht. Er sich aber sehr wohl an sie: Klar, die quirligen Teilzeitbewohner des exzentrischen Ferienhauses aus Glas und Holz – Lizzie Clachan hat die «frühe Hüttenarbeit» eines «berühmten Architekten» auf die Basler Drehbühne gebaut – dürften schon damals zu sehr mit sich selbst beschäftigt gewesen sein, um ...
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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Aufführungen, Seite 6
von Eva Behrendt
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Elfriede Jelinek versteht eine ganze Menge von Mode. Und von Körpern. Und Selbstzweifeln. Und Heidegger. Und noch viel mehr: «Das Licht im Kasten», der Stückabdruck.
Ayad Akhtar bezeichnet sich als «kulturellen Muslim». Was das bedeutet und wie man damit in Amerika lebt: ein Gespräch.
Das Athener Nationaltheater geht durch interessante Zeiten, nicht nur wegen der...
Daten
Aalen, Theater der Stadt
25. Lessing, Nathan der Weise
R. Tina Brüggemann
Altenburg/Gera, TPT
26. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Bernhard Stengele
Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
12. nach Brussig, Buck und Haußmann, Sonnenallee
R. Dietrich Kunze
Augsburg, Theater
4. Goethe, Faust
R. Christian Weise
10. Bjerg, Auerhaus
R. Bibiana Picado...
