Mehr Wodka!

Der steirische herbst erforschte mit Lotte van den Berg, CREW und Jan Ritsema Möglichkeiten und Grenzen von Partizipation im Theater

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Es ist kein Zufall, dass die drei letzten großen Theaterproduktionen des steirischen herbst allesamt im Foyer beginnen. Dort, im Theatervorraum, spielt ja auch das richtige Leben: Da stimmt sich der Besucher auf den Übertritt in die Bühnenwelt ein, hat noch Gelegenheit, ein wenig kulturelles Kapital zu wechseln, in guter Ge­sellschaft zu trinken, und kann sich am Ende auch noch am freien Austausch der Meinungen über das Gesehene beteiligen. Kein unattrak­tiver Ort also für postdramatische Entgrenzungen aller Art.

Um «Liebe, Leidenschaft und Leben im Exil» werde es gehen, verkündet Mårten Spångberg also den Festivalbesuchern im Foyer des Dom im Berg, einer zur Jahrtausendwende in den Schlossberg der Stadt Graz gesprengten Multifunktionshöhle, bevor er den Weg in den Theaterraum freigibt. Dort haben der hollän­di­sche Regisseur und Performing-Arts-Forum-Gründer Jan Ritsema und seine 18-köpfige Supergroup (mit Künstlern und Choreografen wie Christine de Smedt, Xavier Le Roy u.a.) das Set für «Shakespeare’s As You Like It, A Body Part» vorbereitet. Man ahnt bereits: Mit dem von Shakespeare erdachten komödiantischen Reigen der Verbannten im Ardenner Wald hat das Kommende nur im ganz ...

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Theater heute Dezember 2011
Rubrik: MAGAZIN, Seite 55
von Thomas Wolkinger

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