Mainz

Elfriede Jelinek «Winterreise»

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Ja, die Zeit. Sie ist schon ein bisschen stur, wie sie so unverdrossen immer nur in eine Richtung voranschreitet und gar keine Wiederholung zulässt. So lautet der Tenor von Elfriede Jelineks Stück, das sich einmal mehr als widerständige Textmasse gibt, sich auf Schuberts «Winterreise» bezieht und ein Triptychon mit persönlichen Tönen ist: Zuerst geht es um die Zeit an sich und all die Unwägbarkeiten, die dieser bittere Vogel mit sich führt.

Im zweiten Teil steht Natascha Kampusch im Zentrum, die als Mädchen von einem Mann verschleppt wurde und im Gefängnis ihres Peinigers ein ganz besonderes Verhältnis zur Zeit gehabt haben dürfte. Den Schluss bildet ein Monolog, den Jelinek ihrem Vater widmet und der die vermaledeite Endlichkeit im Blick hat.

Nach der Uraufführung durch Johan Simons in der letzten Spielzeit gehört die «Winterreise» zu den Nachspielstücken der Saison. In Mainz stieg Jan Philipp Gloger in den Ring, der demnächst in Bayreuth Richard Wagners «Der fliegende Holländer» inszeniert und seit dieser Spielzeit leitender Regisseur am Staatsschauspiel ist. Besetzt hat er Jelineks wortspielerische Textfläche mit vier Schauspielerinnen und einem Konzertflügel. Die ...

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Theater heute März 2012
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Jürgen Berger

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3./Samstag
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12./Montag
20.15 arte: Die Sonnensucher Spielfilm (1958) von Konrad Wolf,
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