Leuchtsignale fürs Stadttheatersystem

In Köln läuft vieles vorbildlich, seit der rettende Engel Karin Beier antrat. Zur Geschichte und Gegenwart des Theaters des Jahres 2010 – ein Abriss

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Warum wird ein Theater zum Theater des Jahres? Wegen seiner Vergangenheit und seiner Zukunft, weil es irgendwo herkommt und weil es irgendwohin den Weg weist. Die Gegenwart ist dann nur der günstige Moment dazwischen.

Das Kölner Schauspiel kommt aus einer Senke mühseliger, glückloser Jahrzehnte. Überregionale Bedeutung erhielt es zuerst in der Intendanz Hansgünther Heymes von 1968-1979. Seine spröden, aber energisch aktualisierenden Inszenierungen der klassischen Antike und der deutschen Klassiker waren damals Diskussionsstoff für alle Theaterinteressierten.

Jürgen Flimm brachte das Theater dann zum Blühen mit einem vielfältigen, pluralistischen Programm. Damals, 1981, gab es schon einmal drei Einladungen zum Theatertreffen in einem Jahr. Jürgen Gosch, Luc Bondy und Robert Wilson inszenierten damals nicht in Berlin oder Wien, sondern in Köln. Aber dann! Klaus Pierwoß kam 1985, und obwohl er Dimiter Gotscheff und Frank Castorf aus der DDR zum ersten Mal in den Westen holte, verlor Köln an Bedeutung. 1990 folgte Günter Krämer. Seine Ära dauerte bis 2002, zunächst im Schauspiel, dann als Generalintendant mit seinem Adlatus Torsten Fischer als Schauspiel-Chef. Trotz einiger polemisch ...

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Theater heute Jahrbuch 2010
Rubrik: Theater des Jahres, Seite 132
von Gerhard Preußer

Vergriffen
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