Leserbrief

Theater heute - Logo

Ihr neues Layout, sehr geehrte Redaktion, verliert meiner Ansicht nach gegenüber dem bisherigen. Getreue Leser, besonders so langjährige Leser und Sammler wie ich (mit einem Abonnement von «Theater heute» seit den 60er Jahren) mögen keine Veränderungen einer Zeitschrift, die sie lieben – eben weil sie so ist, wie sie ist. Mein genauer Vergleich vorher/ nachher ergibt einen Verlust an Niveau.



Warum so riesige Farbaufnahmen von Men­schen wie du und ich, wie man sie in jeglicher Publikation sieht und überschlägt – vom Wirtschaftsteil der SZ bis zur Apothekerzeitung und sonstwo? Wo ist z.B. der Unterschied zwischen Ihrer männlichen Titelfigur im Oktoberheft und dem Typ, der auf Seite 21, für «Emser Pastillen» wirbt? Soll es vielleicht derselbe sein? Oder im Novemberheft, wo man sich auf Seite 16 überlegt, ob das jetzt eine Werbung für die Deutsche Bahn ist. Wollt Ihr selber zu «Experten des Alltags» werden? Davon gibt es doch schon Mil­lionen. Künstlerisch ist das nicht.

Ebenso wenig wie die Headlines, die in ihrer unruhigen unterschiedlichen Art und Platzierung an einen provisorischen Klebeumbruch erinnern. Besonders hässlich im Novemberheft die Seiten 5, 24 und alle hingepappten und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Januar 2008
Rubrik: Magazin/Leserbrief, Seite 62
von Dr. Siglinde Stiel

Vergriffen
Weitere Beiträge
Mühen der Männerwelt

Die Gattungsbezeichnung verrät eine gewisse Unentschlossenheit. «Ein Theaterabend» hat Tom Peuckert sein neues Stück genannt. «Theaterabend» geht eigentlich immer, außer bei Matineen.

«Elende Väter» zeigt, was der Titel verrät: elende Väter. Sieben Männer treten auf, sie finden sich in einem Wartesaal eines mysteriösen Amtes ein und erzählen einander ihre...

Nackte Liebeserklärungen

Fünf Darsteller in Alltagskleidern stehen auf einer absolut leeren Bühne, in eigenartigen, deutlich voneinander unterscheidbaren Gesten erstarrt. Einer hält den linken Arm ausgestreckt, als hielte er einen Hirtenstab, eine andere lagert ihm zu Füßen auf dem Boden, den Oberkörper seitlich aufgestützt, ein Dritter steht breitbeinig und mit leicht eingeknickten Knien,...

Die Internationale am Rhein

So hat man die Nibelungen noch nicht gesehen: Edel zwar und zart die Züge Giselhers, doch von ziemlich exotischem Adel. Omar el-Saeidi ist von ägyptischer Abstammung, 1980 in Gießen geboren. Bruder Gerenots dunkles Antlitz umrahmen schwarze Rasta-Locken. Patrick Gusset kam 1979 in Basel zur Welt, sieht aber eher nach Nordafrika aus. Und dann stürmt Siegfried auf...