Leipzig: Digital ist nicht besser
«Ein Drama in virtuellen und realen Räumen», so ist Volker Schmidts neuer Theatertext «Eigentlich schön» untertitelt. Darin geht es um die recht banale Geschichte einiger urbaner Menschen zwischen Mitte 20 und Mitte 30, von denen die einen mit den anderen zusammen sind und mit noch anderen fremdgehen. Ein Stück also um Liebe, Sex, Beziehung, Freundschaft, Lebensentwürfe und dergleichen mehr.
Die Handlung könnte genau so auch in jeder x-beliebigen Seifenoper oder Scripted-Reality-Show stattfinden, aber weil’s Theater ist, sind auch hier und da scheinbar tiefschürfende philosophische Versatzstücke eingepflegt.
Einen Reiz macht immerhin der Wechsel der Medienebenen aus: Da wird gechattet, gefacebookt, geskypt, telefoniert oder eine Abschiedsmessage per YouTube-Video präsentiert. Entsprechend konzentriert sind die Textstücke, lässt doch ein Denken im Twitter-Rhythmus nicht mehr als 140 Zeilen pro Sprechteil zu. Dabei dominieren die virtuellen Räume bei Schmidt klar, aber die große Dramatik findet schließlich doch da statt, wo die virtuellen Fäden im realen Raum verknüpft werden.
Am Schauspiel Leipzig hat sich Bruno Cathomas zusammen mit den sechs Schauspielstudenten des Leipziger ...
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Theater heute Mai 2015
Rubrik: Chronik, Seite 57
von Torben Ibs
Am 16. März starb in Basel im 89. Lebensjahr der Schauspieler Buddy Elias. Sein letzter Hauptberuf war von 1996 an die Präsidentschaft des vom Vater Anne Franks 1963 in Basel gegründeten Fonds. Nach dem Tod seines Onkels Otto Frank betrachtete der Schauspieler die Erinnerung an seine Cousine und deren Geschichte als seine zentrale Lebensaufgabe; er verstand die...
Tanz auf dem Minenfeld
She She Pops «Frühlingsopfer»
Seit ein paar Jahren ist es keine Sensation mehr, dass sich unter den zehn auserwählten Theatertreffen-Inszenierungen ein oder zwei in der Freien Szene wurzelnde Produktionen finden. Dieses Jahr allerdings wurde nur das post-marthalerische Theater des bis vor kurzem noch frei produzierenden Regisseurs Thom Luz...
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