L’ Art du théâtre

Die Kunst des Theaters sollte nicht überanstrengen, meint der neue Leiter des Théâtre de Gennevilliers, Pascal Rambert, und legt die Latte niedrig: Abitur nicht mehr erforderlich. Luc Bondy erhöht das Niveau mit Marivaux.

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Keine Ahnung, was «Schwellenangst» auf Französisch heißt. Es wird schon ein Wort dafür
geben. Aber was Angst vor der «S.» ist, das lässt sich beispielhaft ablesen an der im letzten Sommer erschienenen Saisonbroschüre, mit der Pascal Rambert, der neue Leiter des Théâtre de Gennevilliers, sein Zielpublikum umwirbt. Wobei es sich durchaus um eine prätendierte Angst handeln kann, so übertrieben wirkt das «Abholen» des Publikums in seiner unterstellten Schmollecke vor den Toren der Hochkultur.



Begegnung, Aufbruch, Vernetzung, Gemeinsamkeit, Erlebnis, Inklusion, so geht die Litanei. Was man eben so schreibt auf vielen, vielen appellativen Kurzzeilen. – Dass man in diesem Theater Abitur braucht und dann immer noch keinen Ton versteht, das soll es nie wieder geben, wird da zum Beispiel versprochen. Das heißt schon ziemlich ungeniert mit der Wurst nach der Speckseite werfen, von der Beleidigung ganz abgesehen, die der Satz für Bernard Sobel, den etwas plötzlich verabschiedeten Vorgänger, bedeutet, der das Theater einst in einem alten Kino gegründet hat. Gewissermaßen als self-fulfilling prophecy zeigt das Heft ausgewählte Bewohner von Gennevilliers im unverkrampften Umgang mit Prominenten ...

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Theater heute Februar 2008
Rubrik: Ausland Paris, Seite 41
von Dorothee Hammerstein

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