Kultursprünge
Hat das Pariser Opernballett etwa eine neue Sylvie Guillem? Roxane Stojanov jedenfalls ist dem einstigen Superstar nicht unähnlich: Die neueste Danseuse étoile im Palais Garnier misst 173 Zentimeter (Guillem: 172 Zentimeter) und besitzt ähnlich lang gestreckte Arme und Beine, die sie wirkungsvoll einzusetzen versteht. Für Forsythe oder Balanchine, von denen sie insgesamt bereits acht Stücke interpretierte, weiß sie sich damit körperlich prädestiniert.
Aber zur Étoile wurde sie, der Tradition entsprechend, in einer Hauptrolle des romantischen Handlungsballetts gekürt, und zwar als Paquita. Eher unorthodox sind dagegen ihr Werdegang als Tochter einer Französin und eines Nordmazedoniers sowie ihr Erscheinungsbild. «Ich bekomme regelmäßig gesagt, ich habe etwas Slawisches. Aber das müssen andere entscheiden.» Vor allem bekam sie internationalen Geist in die Wiege gelegt: Stojanovs Mutter ist Simultandolmetscherin, und ihr Vater arbeitete in Brüssel mit der Europäischen Kommission an der Vorbereitung des nordmazedonischen EU-Beitritts. Als er vorübergehend nach Skopje zurückkehrte, war Roxane vier Jahre jung. Fünf Jahre später ging es erneut in die europäische Hauptstadt, eine ...
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Tanz Mai 2026
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Thomas Hahn
Mit «Schwanensee» wagt sich das Tiroler Landestheater auf klassisches Ballettterrain – und besteht die Probe überzeugend. Die Innsbrucker Fassung von Stefan Späti und Marcel Leemann, der sie auch choreografiert hat, bleibt in weiten Zügen dem Märchen von 1877 verpflichtet, setzt jedoch mit neuen Figuren, stärkerer Ensemblepräsenz und einem Happy End eigene Akzente....
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