Kultursprünge

Roxane Stojanov steht am Pariser Opernballett für eine Geschichte des europäischen Zusammenwachsens. Getroffen hat die Danseuse étoile Thomas Hahn

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Hat das Pariser Opernballett etwa eine neue Sylvie Guillem? Roxane Stojanov jedenfalls ist dem einstigen Superstar nicht unähnlich: Die neueste Danseuse étoile im Palais Garnier misst 173 Zentimeter (Guillem: 172 Zentimeter) und besitzt ähnlich lang gestreckte Arme und Beine, die sie wirkungsvoll einzusetzen versteht. Für Forsythe oder Balanchine, von denen sie insgesamt bereits acht Stücke interpretierte, weiß sie sich damit körperlich prädestiniert.

Aber zur Étoile wurde sie, der Tradition entsprechend, in einer Hauptrolle des romantischen Handlungsballetts gekürt, und zwar als Paquita. Eher unorthodox sind dagegen ihr Werdegang als Tochter einer Französin und eines Nordmazedoniers sowie ihr Erscheinungsbild. «Ich bekomme regelmäßig gesagt, ich habe etwas Slawisches. Aber das müssen andere entscheiden.» Vor allem bekam sie internationalen Geist in die Wiege gelegt: Stojanovs Mutter ist Simultandolmetscherin, und ihr Vater arbeitete in Brüssel mit der Europäischen Kommission an der Vorbereitung des nordmazedonischen EU-Beitritts. Als er vorübergehend nach Skopje zurückkehrte, war Roxane vier Jahre jung. Fünf Jahre später ging es erneut in die europäische Hauptstadt, eine ...

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Tanz Mai 2026
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Thomas Hahn

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