Konstanz: Trägheit der Trinker

Tschechow «Onkel Wanja»

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Tschechoslowakei, Sommer 1968. «Why don’t we do it in the road?», röhrt Paul McCartney in schönster Rotzrockerlaune in den Birkenwaldprospekt im Konstanzer Theater. Berechtigte Frage. Warum tun sie’s nicht einfach vor allen Leuten, dieser Landarztvagabund, die Stadtschickse, die Dorflolita oder dieses Triebkomplexpaket, nach dem das Stück benannt ist? Nun, sie tun es nicht, weil sie keine Affen sind, sie sind ja nicht einmal Straßenrebellen, sondern Tschechow-Menschen, und denen ist das Selbstquälerische vertrauter als das Selbstbefreiende.

Womit wir schon bei der Frage wären, warum der US-Dramatiker und Regisseur Neil LaBute seinen «Onkel Wanja« ausgerechnet in die CSSR verlegt hat und ausgerechnet in eine legendäre zeithistorische Kulminationsphase. Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht. Es steckt kein Prager Frühling in dieser Inszenierung, die das Theater Konstanz mit unverhohlenem Celebrity-Durst als LaButes erste Inszenierung außerhalb der anglophonen Theaterwelt vermarktet. Es steckt auch kein Aufbruch in der Geschichte, wie sollte auch, wir sind hier auf dem Landgut der Serebrjakows, wo Wanja barfuß und bäuchlings das Leben verschnarcht, derweil eine alternde Professorennull ...

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Theater heute Februar 2017
Rubrik: Chronik, Seite 49
von Stephan Reuter

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Die Verwandlung

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Premieren im Februar · Hinweise · Suchlauf – Programmhinweise

Daten

Aalen, Theater der Stadt
25. Lessing, Nathan der Weise
R. Tina Brüggemann

Altenburg/Gera, TPT
26. Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick
R. Bernhard Stengele

Annaberg, Eduard-von-
Winterstein-Theater
12. nach Brussig, Buck und Haußmann, Sonnenallee
R. Dietrich Kunze

Augsburg, Theater
4. Goethe, Faust
R. Christian Weise
10. Bjerg, Auerhaus
R. Bibiana Picado...