Kein Platz an der Sonne

Richard Maxwell «The Frame»

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Rechts ist Preußen. Links liegen die Vereinigten Staaten von Amerika. Dazwischen zieht sich ein schmales Bühnenfeld für den Atlantischen Ozean, über den ein hölzernes Boot – gewiss nicht stabiler als die Seelenverkäufer, die afrikanische Flüchtlinge an Europas Küsten spülen – die deutsche Auswandererfamilie Mentis ins Gelobte Land schifft. Aber Miss Liberty leuchtet ihnen nicht. So wenig wie dieser Auftragsproduktion das Glück hold ist.

Die Idee dazu entstand, als der Regisseur Richard Maxwell bei der Bonner Biennale 2004, die sich unter Klaus Weises Intendanz in ihrer Neuausrichtung als erstes dem Theaterbrennpunkt New York widmete, zu einem Gastspiel mit seinen «New York City Players» geladen war. 

Die sich dabei in Bonn naturgemäß einstellende kulturelle Fremdheit sollte zu einem Thema von «The Frame» werden, dessen Titel in der Übersetzung zwischen Rahmen, Ordnung, System und Verfassung oszilliert. «Ich glaube, eine Menge geht durch die Übersetzung verloren», sagt eine der Figuren der amerikanischen Seite, der deutschstämmige Rainer Putzbaum (Peter Nitzsche). Verstehen wir einander, wenn wir miteinander sprechen? 

Das Ensemble aus deutschen und amerikanischen Schauspielern ...

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Theater heute Oktober 2006
Rubrik: Chronik, Seite 45
von Andreas Wilink

Vergriffen
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