Im Osten was Neues

Maik Priebes Adaption der DDR-Fernsehserie «Wege übers Land», Daniel Morgenroths Kollektivkunstwerk «Gatsby!» und Roland Schimmelpfennigs Tolstoi-Bearbeitung «Krieg und Frieden» in der Regie von Charly Hübner locken in Neustrelitz, Görlitz und Magdeburg viel Publikum ins Theater

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In der DDR gab’s kein 68 – diese Feststellung fehlt in keiner Ost-West-Debatte. Während die westdeutsche Studentenbewegung die vollständige Entnazifizierung der Bundesrepublik forderte, neue Familien- und Arbeitsstrukturen erprobte, wurden in der DDR zaghafte Proteste gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in Prag sofort unterdrückt.

Und doch reflektierte auch das sozialistische Deutschland seine jüngste Vergangenheit, etwa in der fünfteiligen Fernsehserie «Wege übers Land» nach einem «dramatischen Fernsehroman» von Helmut Sakowski, die seit September 1968 vor fast 8 Millionen Zuschauer ausgestrahlt wurde. Sie spielt im fiktiven mecklenburgischen Dorf Rakowen, das 1939 noch Gräfinnen, Großbauern und Knechte, kurz: feudale Strukturen kannte. Im Zentrum steht die fleißige Bauernmagd Gertrud Habersaat (Ursula Karusseit), die als junge Geliebte des Großbauern Jürgen Leßtorff (Armin Müller-Stahl) ihrer Herkunft aus ärmlichsten Verhältnissen zu entkommen hofft; am Ende wird die alleinerziehende Mutter dreier angenommener Kinder 1953 zur LPG-Vorsitzenden von Rakowen gewählt. Auch ihr späterer Mann, der Arbeiter und Sozialist Willi Heyer (Manfred Krug), der von den Nazis mit KZ und ...

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Theater heute August-September 2025
Rubrik: Aufführungen, Seite 23
von Eva Behrendt

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