Asiimwe Deborah Kawe: Das Gelobte Land
Personen
Achen Frau, in den 30ern bzw. 40ern, illegal eingewandert, lebt in den USA
Kat Frau, in den 30ern, Amerikanerin
Amaka Frau, in den 30ern bzw.
40ern, Freundin von Achen
Chris Mann, in den 40ern, Amerikaner, Achens Crush und späterer Ehemann
Kakye Frau, in den 30ern, früher eine Freundin von Achen, die in den USA studierte
Freie*r Journalist*in mit großem Netzwerk (Stimme im TV, Stimme der Polizei)
Anmerkung
Die Handlung springt vor und zurück; Gegenwart, Vergangenheit, Vergangenheit innerhalb der Gegenwart, an verschiedenen Orten, aber ohne Szenenwechsel. Licht und Requisiten «bringen» das Publikum an den jeweiligen Ort des Geschehens. Was die ganze Zeit über gleich bleibt, ist das Geräusch eines Fernsehers.
KAPITEL 1
1.1 Tag 6a – Der Anfang vom Ende, Silvester zur Jahreswende 2017/18
Achen sitzt im Aufenthaltsraum einer US-amerikanischen Abschiebehaftanstalt (Immigration and Customs Enforcement – ICE). Kat sitzt auf der Couch in ihrem schicken Haus irgendwo in Texas. Es ist Silvester. Man hört im Hintergrund einen unsichtbaren Fernseher, vor dem beide Frauen sitzen. Die Frauen schauen in ihrem jeweiligen Raum denselben Sender.
Achen (an niemand Bestimmten gerichtet) ...
ASIIMWE DEBORAH KAWE, geboren 1973 in Uganda, ist Autorin, Regisseurin und Performerin. Sie studierte Musik, Tanz und Theater an der Makerere Universität Kampala sowie Writing for Performance am California Institute of the Arts. Neben ihrer preisgkrönten Arbeit als Autorin von Theatertexten und Hörspielen leitet Kawe als künstlerische Direktorin und Produzentin der Tebere Arts Foundation das Kampala International Theatre Festival. Sie war Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart, hatte eine Gastdozentur am Pomona College in Kalifornien und war Gastkünstlerin an der New York University in Abu Dhabi.
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Theater heute August-September 2025
Rubrik: Das Stück, Seite 100
von Asiimwe Deborah Kawe
AALEN, THEATER DER STADT
28.9. Gößner, ich sehe was, was du nicht siehst (U)
R. Julius Max Ferstl
AACHEN, GRENZLANDTHEATER
15.8. Hübner und Nemitz, Furor
R. Anja Junski
5.9. Otto, Bauch über Kopf
R. Ingmar Otto
24.9. von Kleist, Der zerbrochne Krug
R. Ingmar Otto
AACHEN, THEATER
26.9. Miriam Unterthiner, Blutbrot
R. Jakob Weiss
27.9. nach Aischylos, Die Orestie
...
Das Patriarchat cancelt seit Jahrtausenden die Rechte von Frauen, Minderheiten, vulnerablen Gruppen, der Queercommunity, Tieren und der Natur. Das muss es auch, denn nur so kann das Patriarchat am Leben bleiben. Bell Hooks beschreibt das Patriarchat nicht als einen einzelnen Mann, sondern als «ein politisch-so -ziales System, das darauf besteht, dass Männer von...
Das Fleisch – ob Mensch, ob Tier – ist gleich. Fleisch, das ist die leitende Metapher in Roger Vontobels Düsseldorfer Inszenierung von Brechts «Die Heilige Johanna der Schlachthöfe». Brecht hatte zunächst die Vorgänge an der Weizenbörse in Chicago im Auge, wechselte dann aber zur Büchsenfleischproduktion, der Metaphorik wegen: die kapitalistische Gesellschaft ein...
