Griechischer Wein

Irina Kastrinidis «Schwarzes Meer» (U) im Landestheater St. Pölten

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Kein Castorf ohne Live-Video und Dosenbier. Nach eineinhalb eher zähen Stunden zerreißt Schauspielerin Julia Kreusch ein Gebirge aus Papier, das bislang erstaunlich unberührt auf der Bühne (Aleksandar Denic) herumstand. Sie kriecht hinein, eine Kamera fängt ihren erschöpften Blick und ihr zerzaustes Haar ein. Atemlos erzählt sie in Großaufnahme von einer verflossenen Liebe, findet einen Kühlschrank. Und öffnet ein XL-Dosenbier. 

Prost! Endlich kommt ein wenig Castorf-Stimmung auf, so, wie wir sie kennen und lieben, an einem seltsam verwehten Abend im Landestheater St.

Pölten. Die Akteure spielen sich frei vom Text, improvisieren. «Du erinnerst mich an meine große Liebe», haucht Kreusch – und bietet ihrem Schauspielkollegen Sebastian Schimböck ein Bier an. Der erwidert ernüchtert: «Mensch, Julia, ich hasse doch Alkohol. Und das war nicht ich, das war Stefan aus der Bierbrauerei.» Ein Ping Pong aus Pathos und Kalauer, hohem Ton und erdiger Antwort. So geht Castorf. Aber leider an diesem Abend viel zu selten. 

«Schwarzes Meer» nennt sich die Uraufführung von Irina Kastrinidis’ lyrischem Monolog, der seltsam aus der Zeit gefallen wirkt. Die Schauspielerin und Autorin vermischt da ...

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Theater heute März 2022
Rubrik: Chronik, Seite 51
von Karin Cerny

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__________A Berg Heil
B Berg Heil
A über welchen Zustieg bist Du gekommen
B von Zermatt aus über Rotenboden
A über die Westflanke?
B nein, über die Südflanke, ich bin seitlich an der ehemaligen Moräne entlang Richtung Osten über die Platten gegangen
A vorbei am Riffelsee
B ja
A wie war die Dunstlage
B dunstig, nur am Riffelsee hat es kurz...