giselle auf dvd
Auf den ersten Blick sehen sich beide «Giselle»-Aufnahmen auf dem Cover zum Verwechseln ähnlich. Und unterscheiden sich doch, auch wenn die Choreografie von Jules Perrot und Jean Coralli (in der überlieferten Version von Marius Petipa) mehr oder weniger dieselbe ist. Die Einstudierung des Tokyo Ballet fußt auf der Fassung von Nikolai Sergejew, die Fassung des Niederländischen Nationalballetts haben vor gut einem Jahr Rachel Beaujean und Ricardo Bustamante überarbeitet.
Auch wenn die japanische Produktion keineswegs Staub angesetzt hat, scheint die der Niederländer wie aus dem Ei gepellt: Noch frisch die Farben, die Toer van Schayk als Bühnenbildner malend mischt, natürlich ausgespielt der erste Akt und von unverbrauchter Poesie der zweite, dessen Projektionskraft sich schwerlich steigern lässt. Umso überraschender, dass die Vorstellung der Japaner um einiges jugendlicher, spontaner, mitreißender wirkt – was das Verdienst der beiden Interpreten ist. Mizuka Ueno macht sich ihre Giselle so zu eigen, dass nicht nur die Ungeduld des Herzens spürbar wird, sondern auch der körperliche Verfall, der sich während der Wahnsinnsszene schleppenden Schritts ankündigt. Dass Friedemann Vogel ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Primaballerina ist das Schönste auf Erden»: Den Song am Anfang und am Ende jeder CD findet meine Tochter zwar nicht so toll, aber Lauras Berufswunsch kann Nuria durchaus nachvollziehen. Wie Laura ist Nuria acht Jahre alt, wie sie macht sie kreativen Kindertanz. Von der Geschichte, die uns Dagmar Hoßfeld in der gleichnamigen Buchreihe eingängig erzählt, kann sie...
Sie unterrichten Lindy Hop. Das klingt fast wie Hip-Hop. Was ist denn Lindy Hop?
Lindy Hop ist ein amerikanischer Modetanz der Dreißiger. Er ist in Deutschland noch wenig bekannt, erlebt jedoch gerade eine Renaissance.
Wie kamen Sie zu Lindy Hop?
Eine Bekannte, deren Eltern Lindy Hop tanzten, hat mich zu einer Tanzstunde mitgenommen; das war im Herbst 2004. Die...
So viel Stuttgart wie beim «Strawinsky-Projekt III» war selten auf Sachsens Bühne. «Le sacre du printemps» von Glen Tetley wird im Stuttgarter Bühnenbild aufgeführt, mit einem grandiosen Alexander Zaitsev als Anführer des Himmelfahrtskommandos. Bridget Breiner tanzt aller Wahrscheinlichkeit nach wieder die Novizin in «The Cage» und macht einem als «Giselle» des...
