giselle auf dvd

giselle

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Auf den ersten Blick sehen sich beide «Giselle»-Aufnahmen auf dem Cover zum Verwechseln ähnlich. Und unterscheiden sich doch, auch wenn die Choreografie von Jules Perrot und Jean Coralli (in der überlieferten Version von Marius Petipa) mehr oder weniger dieselbe ist. Die Einstudierung des Tokyo Ballet fußt auf der Fassung von Nikolai Sergejew, die Fassung des Niederländischen Nationalballetts haben vor gut einem Jahr Rachel Beaujean und Ricardo Bustamante über­arbeitet.

 
 

Auch wenn die japanische Produktion keineswegs Staub angesetzt hat, scheint die der Niederländer wie aus dem Ei gepellt: Noch frisch die Farben, die Toer van Schayk als Bühnenbildner malend mischt, natürlich ausgespielt der erste Akt und von unverbrauchter Poesie der zweite, dessen Projektionskraft sich schwerlich steigern lässt. Umso überraschender, dass die Vorstellung der Japaner um einiges jugendlicher, spontaner, mitreißender wirkt – was das Verdienst der beiden Interpreten ist. Mizuka Ueno macht sich ihre Giselle so zu eigen, dass nicht nur die Ungeduld des Herzens spürbar wird, sondern auch der körperliche Verfall, der sich während der Wahnsinnsszene schleppenden Schritts ankündigt. Dass Friedemann Vogel ...

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Tanz Mai 2010
Rubrik: MEDIEN, Seite 55
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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