Georgien ist kein lokales Problem
Theater heute Nino Haratischwili, Sie haben eine große Solidaritätsaktion mit den Demonstrierenden in Georgien ins Leben gerufen, Gratulation! Etwa zwei Dutzend große deutsche Theater haben sich beteiligt und aus «Sacred Monsters» gelesen, gewidmet der Unterstützung der regimekritischen Demonstrationen für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit, die von der georgischen Regierung mit Gewalt unterbunden werden. Sie sind selbst Georgierin, haben viele Freunde und Familie dort.
Wie ist der Stand der Dinge in Georgien gerade?
Nino Haratischwili Es sind jetzt über 60 Tage, an denen täglich friedlich protestiert und gegen den Wahlbetrug demonstriert wird. Nach wie vor sind viele Menschen in Polizeigewahrsam, darunter Journalisten, Künstler, Schauspieler. Eine Journalistin, Mzia Amaglobeli, ist schon seit 18 Tagen im Hungerstreik. Die Regierung ignoriert das alles und tut so, als gäbe es diese Proteste nicht. Die wirtschaftliche Situation dürfte auch bald schwierig werden, weil sich sehr viele an Boykott oder Streiks beteiligen; vielen wurde deshalb gekündigt, etwa denen, die im Staatsdienst beschäftigt waren und es trotzdem gewagt haben, auf die Straße zu gehen. Es ist zunehmend schwer, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute März 2025
Rubrik: Akteure, Seite 42
von Eva Behrendt und Franz Wille
Ein Film, der endlich unseren Planeten retten könnte: Statt Menschen sollen darin Fichten und Douglasien die Hauptrollen spielen. Doch selbst mit dieser Botschaft, die nichts anderes als ein Plädoyer gegen die Zerstörung unserer natür -lichen Lebensgrundlagen darstellt, wäre nicht annähernd genug über «Beyond» gesagt. Denn auch antikolonialistisch soll er sein,...
Wo trifft man Sandra Gerling? Außerhalb des Hamburger Schauspielhauses, an dem sie seit der Spielzeit 2018/19 engagiert ist? Am liebsten irgendwo draußen, schlägt sie vor. Im Wald, zum Beispiel, im Park, am See oder auf dem Wasser. «Wenn jetzt Frühjahr oder Sommer wäre, würde ich sagen, wir kajaken», hatte sie geschrieben. Und: «Die Natur ist ein Ort, wo ich...
Die Wunde Dresden» hatte Volker Lösch einst die Erinnerung an die Bombenangriffe vom 13. Februar 1945 genannt, in der Verbände der Royal Air Force mit Flächenbombardements große Teile der Dresdner Innenstadt zerstörten. Über die Opferzahlen wird seitdem regelmäßig gestritten und die rechtsradikalen Kräfte haben spätestens seit 1990 versucht, das Gedenken für sich...
