Georgien ist kein lokales Problem

Nino Haratischwili über die Solidaritätsaktion «Sacred Monsters» gegen Wahlbetrug und für Demokratie und Menschenrechte in Georgien

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Theater heute Nino Haratischwili, Sie haben eine große Solidaritätsaktion mit den Demonstrierenden in Georgien ins Leben gerufen, Gratulation! Etwa zwei Dutzend große deutsche Theater haben sich beteiligt und aus «Sacred Monsters» gelesen, gewidmet der Unterstützung der regimekritischen Demonstrationen für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit, die von der georgischen Regierung mit Gewalt unterbunden werden. Sie sind selbst Georgierin, haben viele Freunde und Familie dort.

Wie ist der Stand der Dinge in Georgien gerade? 
Nino Haratischwili Es sind jetzt über 60 Tage, an denen täglich friedlich protestiert und gegen den Wahlbetrug demonstriert wird. Nach wie vor sind viele Menschen in Polizeigewahrsam, darunter Journalisten, Künstler, Schauspieler. Eine Journalistin, Mzia Amaglobeli, ist schon seit 18 Tagen im Hungerstreik. Die Regierung ignoriert das alles und tut so, als gäbe es diese Proteste nicht. Die wirtschaftliche Situation dürfte auch bald schwierig werden, weil sich sehr viele an Boykott oder Streiks beteiligen; vielen wurde deshalb gekündigt, etwa denen, die im Staatsdienst beschäftigt waren und es trotzdem gewagt haben, auf die Straße zu gehen. Es ist zunehmend schwer, ...

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Theater heute März 2025
Rubrik: Akteure, Seite 42
von Eva Behrendt und Franz Wille

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