Gekommen um zu bleiben
Seit einem Jahr sind die Theater, Opern- und Tanzhäuser fast durchgehend geschlossen – und haben sich darauf umgestellt, online zu senden. Als neue Normalität lehnen viele Theatermenschen das ab: «Wir sind des Streamens müde», dieser Stoßseufzer ist oft zu hören. Das Theater hängt an der physischen Kopräsenz und sehnt sich danach, zu ihr zurückzukehren, sein Publikum live zu treffen in dunklen Räumen, in denen Handys ausgeschaltet werden und die Konzentration einkanalig auf die Bühne gerichtet wird.
Dabei ist in diesem pandemischen Streaming-Jahr durchaus einiges Neues, ja Zukunftsweisendes entstanden – und Online-Pioniere ernten die Früchte ihrer Arbeit.
Die größte Entwicklung hat die Sprechtheater-Sparte durchgemacht, die vor der Pandemie am wenigsten über die Aufzeichnung und Ausstrahlung ihrer Produktionen nachgedacht hatte. Spätestens die zweite Welle der Pandemie zwang die Theater dazu, ihr Online-Angebot zu professionalisieren, und prompt stieg die Qualität. Häuser, die sich – wie das Berliner Ensemble, die Schaubühne oder das Theater an der Ruhr – dafür entschieden, so wie schon im ersten Lockdown weiterhin aus dem Archiv zu streamen, gruben immer tiefer in ihrer ...
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Theater heute Mai 2021
Rubrik: Streaming, Seite 24
von Sophie Diesselhorst
Corona hat allen britischen Kulturinstitutionen, deren Einnahmen von Besuchern abhängen, schwer zugesetzt: Nicht nur die Theaterlandschaft liegt seit einem Jahr brach, auch Museen hatten seit letztem März ihre Türen fast durchgehend geschlossen. So dass laut einer Pressemeldung des Victoria & Albert-Museums auch dieses Schwergewicht unter den Londoner Museen «ein...
Die Kinderliteratur unserer Tage steckt voller unvergesslicher Figuren: Grüffelo etwa, ein klobiges, warzennasiges Monster, das sich von einer winzigen Maus düpieren lässt. Oder die Olchies, diese fröhlichen Anbeter des Schmutzes und Verächter des Wassers, die auf ihrer Müllkippe einem Leben in Ekel frönen. Oder die dichtenden und abenteuernden Ratten Eliot und...
Erst dachte das Kölner Künstlerduo Angie Hiesl und Roland Kaiser, sie hätten ein Nischen-, gar ein Tabuthema besetzt, in dem sie das Thema «Alter(n) in der darstellenden Kunst» zu einem Kolloquium machten. Dann aber trudelten Anmeldungen aus ganz Deutschland ein, und irgendwann musste die Teilnehmerzahl bei Zoom auf 170 begrenzt werden. Offenbar brennen die Fragen...
