Gegenkritik: Barbara Mundel und Josef Mackert
Wenn sich im DFB-Pokal Regionalligisten mit Bundesligisten messen, sind diese Begegnungen meist die spannendsten und emotionalsten, und oft genug ist es nicht der Favorit, der den Applaus des Publikums und der Kritik erntet. Vor Begeisterung über ihre Auswahl trunkene Juroren hingegen, mit verlorenen Illusionen sich tapfer gegen «Frauen- und Zweitliga-Stadttheater-Proporz» stemmend, verlassen sich bei der Einladung zum Theatertreffen lediglich auf die «schreckliche Weisheit des Marktes».
Schon klar: Auf schlechte Kritiken antwortet man nicht – zumal die offensichtliche Wonne, mit der sich die beiden Herren in political uncorrectness üben, es eigentlich verbietet, ihnen die Genugtuung einer empörten Replik zu gewähren – und als nicht-eingeladenes Theater meckert man nicht öffentlich über die Auswahl des Theatertreffens.
Jedoch lautet das Einladungskriterium bekanntlich «bemerkenswert», und zu klären ist, worum es bei diesem Prädikat eigentlich geht. Sollten die Juroren nicht dafür mit gesellschaftspolitischer Wachheit Jahr für Jahr die Kriterien ermitteln? Sonst wären sie in der Tat vollkommen unwichtig.
Der blamable Verweis auf den Markt zeigt das ganze Ausmaß der Verwirrung. ...
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