Gedichte zum Trost
Eine einsame Nacht. Irgendwo in Deutschland, in Nordseeküstennähe. Im Radio laufen die Nachrichten, berichten von Baerbock, Berlin und Kiew. Zum Abschluss das Wetter: Quellwolken, fallende Temperaturen und leichter Nieselregen. Richtig wohlig klingt das alles nicht. Aber wohlig sind die Zeiten ja auch nicht. Und die Nächte sowieso einsam. Letzeres zumindest erzählt Judith Kuckarts jüngstes Stück «Die Welt zwischen den Nachrichten – Night Radio Show», das sie gemeinsam mit sechs Schauspieler:innen der bremer shakespeare company und des Stadttheaters Bremerhaven entwickelt hat.
Der Text ist allerdings nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Buch, das Kuckart diesen Sommer veröffentlicht hat. Einem Roman, den sie entlang ihrer Biografie erzählt, der 1959 in Westfalen geborenen Regisseurin und Schriftstellerin.
In dem Theaterstück, entstanden aus einem gemeinsamen Schreibprozess, verwebt Kuckart manch einsame Stimmen der Nacht mit dem Trostprogramm einer nächtlichen Sendung und ausgewählten Shakespeare- sowie selbst verfassten Sonetten. Die szenische Ausgangssituation: Der Radiomoderator Martin Gerlach (Markus Seuss) ermuntert seine Zuhörer:innen, ein Buch zu nennen, einen Song ...
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Theater heute Januar 2025
Rubrik: Chronik, Seite 56
von Katrin Ullmann
Ein Hochhausdach, vier Personen, kein Handy, kein Schlüssel, und die Tür zum Treppenhaus fällt ins Schloss. Dumm gelaufen, nicht nur für Ava, 30, die vor zu viel Sozialstress aus ihrer Wohnung aufs Dach geflohen ist. Ebendort und not amused sind jetzt auch die drei Stressursachen: Robin, 32, hatte eben noch wunderbaren bekifften Sex mit Ava und ist mit einem Mann...
Sechs Schauspieler:innen kommen auf die Bühne, stellen sich an die Rampe, blicken ins Publikum. Nehmen Kontakt auf. «Ich möchte Sie etwas fragen», sagen sie, mal schüchtern, mal entschieden. Sie splitten den Satz in Subjekt, Objekt, Prädikat, spielen sie sich zu wie Bälle über die Bande des Publikums und holen schließlich tief Luft: «Ob es genügt.» Diese aufs ganze...
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