Fressen und gesungen werden

Jan Eichberg, Felix Rothenhäusler «Wasserwelt. Das Musical» am Theater Bremen

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Finster geht es zu am Meeresgrund, und das nicht nur, weil keine Sonne durchdringt. Auch emotional wird’s höchstens grau. Man entsteht halt, treibt ein bisschen Symbiose, frisst wen auf und wird gefressen. Schlechtgelaunte Zeitgenoss:innen könnten es dabei belassen, weil es spätestens in kosmischem Maßstab ja auch die Menschheit hier oben nicht besser hat: ein kurzes Aufblitzen im beinahe ewigen Nichts. Oder aber: Man macht’s wie Felix Rothenhäusler und lässt die Leute singen.

Mit «Wasserwelt.

Das Musical» beendet der Bremer Hausregisseur seine dreizehnjährige Forschungsreise. Doch bevor Rothenhäusler zur nächsten Spielzeit die Intendanz des Theaters Freiburg übernimmt, kommt hier noch einmal alles zusammen, was seine Arbeiten ausmacht: als Stillleben auf der von Katharina Pia Schütz gestalteten Drehscheibenbühne hochgradig komprimiertes Theater, das die Natur in ihrer so faszinierenden wie herzlosen Gesetzmäßigkeit durchleuchtet. In diesem Fall das kleine Tiefsee-Ökosystem um einen Schwarzen Raucher, eine Thermalquelle, die Partikel und Wärme in die Finsternis rotzt und damit Leben und Arten stiftet, bis sie wieder versiegt und alle sterben.

Aber von wegen Musical: Zwischen ...

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Theater heute Dezember 2024
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Jan-Paul Koopmann

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