Freies Theater: 25 Kilometer Billy-Regal

Pläne für ein «Archiv des Freien Theaters» nehmen Gestalt an

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Die gute Nachricht zuerst: Es ist noch nicht zu spät. Verloren gegangen ist bisher erst wenig, und die Initiative zu einem «Archiv des Freien Theaters», die auf der Konzeptionskonferenz letzten Oktober im Münchner Literaturhaus präsentiert wurde, kommt damit zur richtigen Zeit, in der viele, die in den 1960er und 1970er Jahren begonnen haben, außerhalb der dafür vorgesehenen Orte und Institutionen Theater zu machen, altersbedingt darüber nachdenken, wie künftig mit den Relikten ihres Schaffens in Film, Bild, Ton und Schrift verfahren werden soll.

Aus denen kann sich zwar nie das Vergangene eins zu eins rekonstruieren lassen, betont Münchens Kulturreferent Hans-Georg Küppers in seiner Begrüßungsrede, als dynamisches Instrument könne ein Archiv jedoch dazu beitragen, Inhalte und Ereignisse verfügbar zu halten und gemeinsam mit den Akteuren in neuer Form wieder aufleben zu lassen. «Performing the Archive!» ist daher Titel und Auftrag des Unternehmens, was mitschwingen lässt, dass es hier nicht um sture Katalogisierung verstreuter Materialien, sondern im Idealfall um die Vision des Archivs als Kunstform gehen soll.

Eine eigenständige Säule

 

Ein bisschen schwindelig ...

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Theater heute Januar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 62
von Silvia Stammen

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