Fortschreitende Abstraktion
Also! Wir gehen? – Gehen wir!» Sie gehen nicht von der Stelle. So endet Samuel Becketts «Warten auf Godot». Sie sind doch gegangen in Bochum, in Ulrich Rasches Inszenierung, und wie! Fast vier Stunden lang schleichen Vladimir und Estragon auf den unmerklich die Richtung wechselnden Drehscheiben dahin. Ja, sie kommen nicht von der Stelle. Und dass sie dennoch gehen, verschärft nur den Stillstand. Vier Stunden bewegende Lähmung. Auf der Bühne bewegen sich Körper im Kreis, im Zuschauerraum Gedanken im Kopf.
«Nichts zu machen.» So beginnt «Warten auf Godot».
Eigentlich resigniert Estragon bei dem Versuch, seinen Schuh auszuziehen. In Bochum spielt sein Schuh keine Rolle. Die Resignation ist gegenstandslos, leer und universal. Rasches völlig requisitenlose Inszenierung verschärft durch Reduktion.
Wo man nichts erreichen kann, soll man nichts wollen, war das ethische Axiom von Becketts Lieblingsphilosophen Arnold Geulincx. Aber es genügt nicht, nichts zu wollen, wo man nichts wert ist, stellt schon der Held «Murphy» in Becketts erstem Roman fest. Und also müssen Vladimir und Estragon irgendetwas wollen, gehen, reden und gehen und gehen. In grauen Anzügen, in der immer gleichen ...
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Theater heute Oktober 2024
Rubrik: Aufführungen, Seite 10
von Gerhard Preußer
Wolfgang Kralicek Als Sie als Kulturstadträtin anfingen, haben Sie in «Theater heute» gesagt, Sie möchten kein «fleischgewordener Bankomat» sein. Ist Ihnen das gelungen?
Veronica Kaup-Hasler Ja, unbedingt!
WK Aber liegt es bei dem Job nicht in der Natur der Sache, dass alle nur das Eine wollen?
Kaup-Hasler Natürlich geht es in vielen Gesprächen, die ich führe,...
So ist das also mit der AfD in den besserverdienenden Kreisen: Man ist ein erfolgreicher, wenn auch zwielichtiger Rechtsanwalt, der schon als Jugendlicher keine Ausländer mochte, weil sich der gefühlskalte Vater nach dem Tod der Mutter eine Thailänderin ins Haus geholt hat. Später fühlt man sich dann in der coolen Kanzlei zurückgesetzt, weil eine Frau und zwei...
AALEN, THEATER
3. Shakespeare, Hamlet
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19. Colectivo Yama nach Purcell und Dryden, The Indian Queens
R. Carlina Derks Bustamante und Daniel Cremer
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3. nach Abuelaish, Ich werde nicht hassen
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6. Schneider, Rattenkinder
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