Feuerwerk und Faltenwurf

Ein «Orfeo»-Pasticcio von Nicola Porpora und Nicola Antonio Manfroces «Ecuba» untermauern den Findergeist des Festival della Valle d’Itria in Martina Franca

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Seit 1975 macht das Festival della Valle d’Itria in der süditalienischen Kleinstadt Martina Franca mit Unbekanntem, Ausgrabungen und ungewöhnlichen Fassungen geläufiger Werke von sich reden. Während das Publikum gerade den Spezialitäten-Zuschnitt des Programms schätzt – selbst aus Asien reisen immer mehr Besucher an –, ist die ideelle wie finanzielle Unterstützung durch die Politik spürbar geschrumpft. Dabei bescherte der 45.

Jahrgang unter dem Motto «Neapel und Europa: das goldene Zeitalter» wieder echte Entdeckungen wie ein von Nicola Porpora für den Barockstar Farinelli angerührtes Pasticcio

Anfang August scheint die Luft in Martina Franca tagsüber wie aus Blei gegossen, die Schritte in der Mittagshitze werden schwer. Die Arbeiter, die das eingerüstete Kriegerdenkmal an der Piazza Vittorio Veneto restaurieren, tun einem leid. Das Leben beginnt hier gegen 18 Uhr, wenn sich die albern werbenden Bars («Save water drink wine») und später die Restaurants an der Piazza Plebiscito mit der dem Heiligen Martin gewidmeten Basilika füllen. Gut, dass jetzt ein Lüftchen geht, Sonnenschirme schaukeln sanft. Auf diese Brise ist Verlass, wissen Einheimische, selbst in der Altstadt. Rund 430 ...

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Opernwelt September/Oktober 2019
Rubrik: Im Focus, Seite 34
von Götz Thieme

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