Europa, deine Grenzen
Theater heute Die internationale Arbeit des Goethe-Instituts betraf lange Zeit vor allem die Organisation von Gastspielen. Das ist schon länger nicht mehr ausschließlich so. Was hat sich da in den letzten Jahren verändert?
Martin Berg Wir legen mehr Wert auf konkrete Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Ländern. Aus diesen Kooperationen können beispielsweise gemeinsame Inszenierungen von deutschen und ausländischen Künstlern entstehen, deren Ergebnis nicht immer kalkulierbar ist.
Dabei gehen wir ein größeres Risiko ein, als wenn wir nur fertige Produktionen auf Gastspielreise schicken. Wir gehen es aber bewusst ein, weil es natürlich spannender ist, wenn etwas Neues im Dialog entsteht, und wir legen dann auch Wert darauf, dass es in Deutschland zu sehen ist.
TH Sind das meistens gemeinsame Stückentwicklungen, oder gibt es auch andere Formate?
Berg Ganz unterschiedlich. Wir laden zum Beispiel häufig deutsche Regisseure oder Choreografen ein, im Ausland zu arbeiten. Stückaufträge gab es bisher eher selten. Dea Loher hat in unserem Auftrag in Sao Paulo vor Ort ein Stück entwickelt, «Das Leben auf der Praca Roosevelt», mit der Perspektive, dass sowohl das Thalia Theater in ...
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Theater heute August/September 2009
Rubrik: Das Stück, Seite 56
von Barbara Burckhardt, Franz Wille
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Richard Herzinger hat sich durch die jüngste Marx-Renaissance als Abwehrkämpfer herausgefordert gefühlt und in seinem Essay «Marx oder Murx?» (TH 3/09) auf Widersprüche in den Analysen und Irrtümer in den Prognosen von Marx hingewiesen.
Er jedenfalls sieht nicht den geringsten sachlichen Anlass für eine Marx-Renaissance, von der er annimmt, dass sie sich in...
