Einstürzende Altbauten
Als das Schiller-Theater in Berlin 1993 geschlossen wurde, da hatte das noch irgendwie Stil. Da waren Empörung und Protest bundesweit: Da ging es darum, dass wegen fehlender oder falsch verteilter schnöder Finanzen ein traditionsreiches Haus und die Hochkultur überhaupt geschleift wurde.
Heute ist das anders. Dabei geht es nicht um ein einziges, es geht um eine ganze Reihe von Theatern, denen eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Kleinere, «unbedeutendere» Häuser als das ehrwürdige «Schiller», draußen im Land irgendwo.
Der Protest hält sich freilich in Grenzen, denn als Argument für Mittelkürzungen und mögliche Schließung dient den geldgebenden Kommunen allem voran die «Krise», die sie in den nächsten Jahren voll erwischen wird. Wer kann dazu schon lauthals und kulturkritisch «Nein!» sagen?
Baufällige Bühnen
Schön verteilt über die so einzigartige deutsche Theater-Landschaft stehen aber auch Häuser, die neben Etatproblemen noch ganz andere, sehr viel augenfälligere Sorgen haben. Ihr baulicher Zustand ist marode, sie gelten als sicherheitsgefährdend, manche drohen sich bereits selber aufzulösen. Passiert aufgrund dieser Mängel auch nur das kleinste Unglück, dann muss solch ein ...
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Fernsehen
Freitag, 1.
12.30, Theaterkanal: Butterfly Blues – von Henning Mankell, der auch Regie führte.
Aufzeichnung aus dem Schauspielhaus Graz 2003
19.00 Theaterkanal: Theaterlandschaften: Theater Magdeburg – vorgestellt von Esther Schweins – ein Film (2008) von Matthias Schmidt
19.30, Theaterkanal: Andreas Kriegenburg im Gespräch (vgl. auch die Seiten 11/12...
Sind die Frauen die «Guten» und die Männer die «Bösen»? Nach einer Vorstellung von Tom Lanoyes neuem Stück «Atropa» (ob die der deutschen Erstaufführung in Nürnberg oder die unmittelbar darauffolgende im Theater Konstanz) ist man nicht ganz abgeneigt zu sagen, dass es sich der Autor vielleicht doch etwas zu einfach gedacht und gemacht hat. Den Ur-Mythos von «der...
Eine Inszenierung von Hebbels «Nibelungen»-Trilogie, die keine drei Stunden dauert, ist
selten. Die Fassung, die der österreichische Dramatiker und Regisseur Volker Schmidt für das Linzer Theater Phönix erstellt hat, ist aber nicht nur stark eingestrichen. Der Autor Schmidt hat Hebbels Verse zum Teil auch sprachlich bearbeitet, der Regisseur hat für das Stück ein...
