Die richtigen Dinge in einem anderen Licht

Die Ruhrfestspiele 2025 zeigen Mohamed El Khatibs «Das geheime Leben der Alten», Guido Wertheimers «Es ist nie Sommer im Ruhrgebiet», Christoph Marthalers «Der Gipfel» und entdecken mit William Kentridges «The Great Yes, The Great No» die intellektuellen Kräfte der Migration

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Die Schauspielsparte der Ruhrfestspiele Recklinghausen ist nach wie vor in der Region beliebt, sie wird aber immer deutlicher eine Sparte unter anderen: Tanz, Zirkus, Kabarett, Lesungen, Kindertheater haben gleichen Rang und Publikumszuspruch. Seit es keine Eigenproduktionen mehr gibt, füllen internationale, für und von diversen Festivals produzierte Projekte die Lücke.

Ein wiederkehrendes Format der letzten Jahre war das Verbatim-Theater, das recherchierten Original-Text von Betroffenen mit der Präsentation durch Schauspieler verbindet.

Diesmal konnte man die Interviewten selbst auf die Bühne bringen, ganz nach Rimini-Protokoll-Manier. Die französische Produktion von Mohamed El Khatib und seinem Collectiv Zirlip wollen wie das Recherche-Theater eine in der Öffentlichkeit wenig präsente Gruppe ins Zentrum stellen: die Alten. Wenn man in den Zuschauerraum blickt und nicht auf die Bühne, gibt es keine Gruppe, die im Theater besser repräsentiert wäre als diese.

«Das geheime Leben der Alten» ist keine Repräsentation der Unrepräsentierten, sondern eine augenzwinkernde sprachliche Entblößung ohne Voyeurismus. El Khatib hat in französischen und belgischen Seniorenheimen Personen ...

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Theater heute Oktober 2025
Rubrik: Festivals, Seite 20
von Gerhard Preußer

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