Die rheinischen Nebel
Beginnen wir mit dem Logo. «D’haus» bezieht sich auf das Kürzel, das gelegentlich benutzt wird, um die Landeshauptstadt «D’dorf» auf kompaktes Format zu stutzen (Köln derart kleiner zu kriegen, funktioniert nicht).
Ist es eine Geste der Selbstbescheidung? Annäherungsversuch an das umliegende «Dorf»? Oder reagiert das Label ironisch-bitter auf die für das Schulz-Team unzumutbare Situation der sich hinziehenden Unbespielbarkeit des Bernhard-Pfau-Baues am Gustaf-Gründgens-Platz durch die akut gewordene Sanierung und Reparatur von Technik und Fassade (Kosten von 20 Millionen aufwärts bis 40) und durch die Riesenbaustelle für den sogenannten Kö-Bogen II?
Die Kommune hat zwar A gesagt (Unsere Stadt soll schöner werden), aber nicht weitergedacht. Nachdem der Platz selbst an einen Investor für 70 Millionen Euro verkauft wurde, ist ein umfassender Gesamt-Entwurf des Architekturbüros Ingenhoven mit einem scharf geschnittenen Gebäuderiegel geplant, der sich klug in Dialog setzt zu dem von Pfau ursprünglich entworfenen Ensemble mit Thyssen-Hochhaus und die Sichtachse zur Königsallee hin freilegt. Mittlerweile gehen Freunde des ungewöhnlicherweise je zur Hälfte von Stadt und Land NRW ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Dezember 2016
Rubrik: Start, Seite 32
von Andreas Wilink
Künstlerpaare regen die Fantasie an. Besonders mythenumflort ist die Beziehung zwischen Camille Claudel und Auguste Rodin, denn sie kündet von Leidenschaft und Tragik zugleich. Besessen von der Bildhauerei, stachelten sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen an und revolutionierten das Kunstverständnis ihrer Zeit. Bekanntlich ging die Geschichte nur für ihn...
Andrzej Wajda: Ich habe nicht viel Zeit, verstehen Sie. Wer 90 ist, ist ein alter Mann. Deswegen beeile ich mich und denke schon an den nächsten Film. Solange ich stehen kann, ausreichend Kraft habe, um mich beim Filmteam durchzusetzen, solange werde ich drehen.
Donata Subbotko: Hatten Sie vor, so alt zu werden?
Wajda: Nein. Als der Krieg zu Ende ging, war ich 19,...
Dario Fo wollte im Theater sterben. Das heißt: Am liebsten wollte er natürlich gar nicht sterben. Wie er 2003 im Marcel-Proust-Fragebogen des «Corriere della Sera» angab, war ihm der Tod das größte Unglück. Nicht das Sterben allerdings, sondern «… nicht mehr zu leben».
Schon sein Großvater hatte diese feine Unterscheidung getroffen. Großvater Bristin,...
