«Die Händler sind an der Macht»
Theater heute Das letzte Mal haben wir uns ein paar Tage vor Trumps Amtseinführung getroffen ...
Ayad Akhtar ... von heute aus betrachtet, war das noch ein goldenes Zeitalter! Jetzt sind wir mitten in einem Melodram.
TH Gibt es Melodramen, die gut ausgehen?
Akhtar Kaum. Meine Vorhersage wäre, dass es mit Trump so spektakulär zu Ende gehen wird wie alles andere, was wir mit ihm erleben. Aber wir werden sehen.
TH Wie hat sich die amerikanische Gesellschaft in den anderthalb Jahren mit Trump als Präsident verändert?
Akhtar Ich denke, wir sind dümmer geworden, wir sind uns noch weniger unserer Sucht nach Illusionen bewusst, und selbst wenn wir gegen Trump sind, dann sind wir vor allem erfüllt von einem Gefühl absoluter moralischer Überlegenheit. Wir denken, das Problem wäre Trump. Die einen verteidigen ihn, die anderen halten ihn für einen gefährlichen Idioten. Es gibt aber kein Gefühl dafür, dass Trump nur spiegelt, wer wir sind. Das ganze diskursive Klima ist noch seichter geworden. Obwohl wir natürlich gleichzeitig eine Phase von wirklich bemerkenswertem Journalismus erleben. Das Washingtoner Machtgefüge ist nie genauer und näher beobachtet worden. Insgesamt leben wir immer ...
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Theater heute Jahrbuch 2018
Rubrik: Neue Konflikte, Seite 62
von Franz Wille
In Svenja Viola Bungartens Debütstück kommt das Schicksal charmant und leichtfüßig daher. Mit der großen Frage des Lebens, ob es das nun schon gewesen sei, stehen Ute K. und Beate des nachts an der Straße. Es sind zwei ältere Frauen, die vielleicht das Schönste in ihrem Leben noch vor sich haben. Hoffen sie jedenfalls. Sie glauben daran und arbeiten dafür, dass das...
Victory Condition» beginnt mit einem freundlichen «Hallo». Ein Mann spricht mich an, erzählt, was er weiß über mich, über mein Leben mit geliebten Menschen, über Glücksmomente und plötzlich einbrechenden Schrecken, über meine Ängste und mein Vertrauen. Der Mann kennt mich, denn er ist wie ich.
Nein, er spricht nicht mit mir. Der Mann ist ein Sniper und liegt...
Das Stück, um das es hier gehen soll, ist noch nicht fertiggeschrieben, deshalb ist alles, was man darüber schreiben kann, im Ordner «Mutmaßungen» abzulegen. Erzählt werden aber kann von einer Idee, von der gleich zwei Theater extrem inspiriert sind. Im Frühjahr 1811, kurz vor dem Freitod des Dichters Heinrich von Kleist, erschien unter dem Titel «Die Verlobung»...
