Das Schosshündchen

Yasmina Reza porträtiert Nicolas Sarkozy in «L’aube le soir ou la nuit»

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Ferienende in Frankreich: Die rentrée littéraire steht trommelwirbelnd und trompetenschmetternd ante portas. Nicht weniger als 727 belle­tristische Salven wird die Armada der versammel­ten Verlage bis November auf Publikum und Presse abfeuern. Zu den schwersten Geschossen zählt «L’ aube le soir ou la nuit» (Flammarion) von Yasmina Reza, das einen völlig unverhältnismäßigen medialen Hype entfacht hat. Manche sahen das Werk gar schon als Laureat des Prix Goncourt, bis die Jury solcher Gerüchtekocherei ein Ende setzte, indem sie den Text nicht auf ihre erste Auswahlliste aufnahm.



Während eines ganzen Jahres, bis kurz nach der zweiten Runde der französischen Präsi­dentenwahlen am 6. Mai, hat die Theater- und Romanautorin Reza den Innenminister, Kan­didaten und endlich gewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy mit seinem komplizenhaften Einverständnis bei Reisen, Wahlveranstaltungen, Sitzungen mit Mitarbeitern und Treffen mit ausländischen Staatschefs in nächster Nähe begleitet und ihre Eindrücke notiert. Das Ergebnis, knapp 180 eher dünn bedruckte Seiten, ist trotz nur mittelhoch gespannter Erwartungen eine ziemliche Enttäuschung. Einzig durch die lose chronologische Anordnung ...

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Theater heute November 2007
Rubrik: Magazin/Enthüllung, Seite 61
von Marc Zitzmann

Vergriffen
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