Das gebrochene Versprechen
Sie ist einfach abgehauen, hat noch nicht mal tschüss gesagt», singen Bambi und Kleister in der «Linie 1», und es gibt kaum einen im GRIPS, der sich nicht fühlt wie die beiden, ratlos, wütend, alleingelassen.
Vor 14 Jahren haben wir Franziska ans GRIPS geholt, mit einem Stück ihrer Wahl, «David und Lisa». Danach inszenierte sie «norway.today», das Selbstmord-Stück. Kurz darauf beschlossen Franziska und ich, gemeinsam ein Stück zu schreiben.
Ein höchst leichtfertiges Unterfangen, aber es klappte ganz hervorragend: Wir verstanden uns nicht nur und hatten uns einfach gern, vom ersten bis zum letzten Tag, sondern wir hatten auch einen Heidenrespekt voreinander.
Sie tolerierte meine Kalauer wie ich ihre Tiraden, und siehe, alles passte auf wundersame Weise zusammen, weil wir das Gleiche erzählen wollten. Das Stück hieß «Baden gehn», spielte auf einer Wiese in einem Berliner Freibad ohne Wasser und war vier Jahre lang ausverkauft. Eine der schönsten GRIPS-Inszenierungen aller Zeiten.
In dem melancholischen Schluss-Song heißt es einmal: «Lass uns baden gehn / Leise rülpst das Abflussrohr / Unsre Runden drehn / Und dann singen wir im Chor / Das Leben ist schön ...» Franziska machte aus ...
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Theater heute März 2014
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Volker Ludwig
Nein, «Pommerat» ist keine Champagnermarke. Es klingt nur so. Joël Pommerat kommt auch nicht aus Reims, sondern aus Roanne am Zentralmassiv, wo er 1963 geboren wurde. Sec und gelegentlich extra brut sind seine Stücke, und seit einer Weile ist Pommerat auch so was wie eine Marke im hexagonalen Theaterbetrieb. Seine Theatertexte und Inszenierungen zeigen sich...
Aachen, Grenzlandtheater
19. Holmann, Das Interview
R. Philipp Stemann
Aachen, Theater
14. Frisch, Homo Faber
R. Jan Langenheim
15. Ibsen, Peer Gynt
R. Ewa Teilmans
27. Philipp, Kennen lernen (U)
R. Martin Philipp
Altenburg/Gera, TPT
14. Herrndorf, Tschick
R. Anne Keßler
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
30. Fo, Bezahlt wird nicht!
R. Karl Georg Kayser
Baden-Baden, Theater
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Anfang dieses Jahres sorgte der erneute Fall einer dubiosen Kunstsammlung für Aufregung in der bundesdeutschen Medienlandschaft. Auch wenn der normale Leser mit dem Haufen Papier, eingebunden in 34 altmodische Foliobände, wenig anzufangen wusste – die Fachwelt in Literaturarchiven, Theatersammlungen und Bibliotheken war bei Nennung des Namens hellhörig geworden:...
