Because he can
Natürlich ist die schwedische Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter irrsinnig berühmt. Also noch viel berühmter als der schwedische ESC-Sieger. Und natürlich hat Christoph Marthaler eine seit Jahrzehnten gut gefüllte Zaubertrickkiste, aus der man immer mal wieder schnell ein paar Sächelchen zu einem Abend zusammenklauben kann. Und dann kann man ein paar Zaubertricks ohne großes Federlesen mit der schwedischen Anne Sofie kombinieren, möglichst zeitökonomisch am besten, denn schließlich muss sie gerade an der Wiener Staatsoper die «Götterdämmerung» singen.
Und schwupps, schon ist eine neue Marthaler-Uraufführung mit dem neckisch bildungsspießbürgerlichen Titel «Isoldes Abendbrot» im Kasten. Nichts Großes. Bloß auf der kleinen Bühne des Theaters Basel. Aber dort gab’s schließlich schon die größten Marthalers.
Der Rahmen: Drei äußerst gebrochene und in ihrem Mannsein gebrechliche Männer (Graham F. Valentine, Ueli Jäggi, Raphael Clamer) finden sich in einer alten Hotelbar (von Duri Bischoff), die aussieht wie die plastifizierte Ikea-Version einer Viebrock-Bar, aber immerhin mit einer kecken perspektivischen Verkürzung, einem Humidor und einem Drehkamin, der sich in ein Harmonium ...
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Theater heute Juli 2015
Rubrik: Chronik, Seite 52
von Simone Meier
Für meine Mutter Andrea Haidle, die uns beschützte,
und für jede Mutter, die diejenigen, die sie liebt, beschützt (also alle).
Personen
(in der Reihenfolge ihres Auftretens)
Rebecca, Ende 40, sieht aber jünger aus. Hausfrau.
Rachel, ihre Tochter. 17.
Gary, Rachels Abschlussball-Date. Ein netter Typ.
Gladys, Rebeccas Nachbarin und beste Freundin.
Mr....
Eine Zeitlang kursierte ein verwackeltes Amateurvideo im Netz, auf dem zu sehen ist, wie die Choreografin Doris Uhlich und der Brut-Co-Intendant Haiko Pfost im Duett die Nummer «What a Feeling» aus dem Tanzfilm «Flashdance» performen. Das im Rahmen einer offenbar ausgelassenen Party entstandene Bilddokument enthält in komprimierter Form, was das 2007 eröffnete...
Als neugierig lauernde Kollegen, Nachbarinnen und Passanten, als geisterhafter Sichtschutz fürs Bettgeflüster im Schwarzlicht, als Insignien für Berufs- und Kontostand – die Kostüme spielen die Hauptrolle in Anne Lenks Inszenierung von «Kleiner Mann – was nun?» am Theater Augsburg. Gut 120 Anzüge, Blümchenkleider, Kittel, Uniformen und Mäntel lässt Bühnen- und...
