Autorenförderung: Insel der Seligen

New Dramatists, das New Yorker Institut zur Förderung von Theaterautor*innen

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Die US-amerikanische Dramatik ist belagert vom Produktionsdruck der Theater. Theater in den USA sind Privatunternehmen, keine öffentlichen Institutionen, und öffentliche Förderung gibt es nicht, so dass sie ausschließlich auf Einnahmen und Spenden angewiesen sind. Das führt zu dauerhaft prekären Arbeitsbedingungen wie Probenzeiten von lediglich drei Wochen, schlechter Absicherung der Künstler und vor allem zu gefälligen Inszenierungen.

Innerhalb von drei Wochen lassen sich kaum anspruchsvolle oder außergewöhnliche Inszenierungskonzepte entwickeln, außerdem besitzt die Regie im US-Theater traditionellerweise nicht dieselbe Autorenschaft wie im deutschsprachigen Raum, so dass Autor*innen sich mit ihren Stücken nah am Bühnenerleben und -geschehen bewegen und quasi schon weitgehend vorinszenieren müssen. Schreiber, die in diesem Korsett gefangen sind, klagen häufig, dass Produzent*innen oder Dramaturg*innen nicht die Fähigkeit haben, Theaterstücke zu lesen, die aus dem Schema fallen, also z. B. unkonventionelle Notationen in theatrale Visionen zu verwandeln. 

Der US-amerikanische Theaterwissenschaftler Todd London hat in seiner maßgeblichen Studie «Outrageous Fortune: The Life and ...

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Theater heute Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Henning Bochert

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