Autorenförderung: Insel der Seligen
Die US-amerikanische Dramatik ist belagert vom Produktionsdruck der Theater. Theater in den USA sind Privatunternehmen, keine öffentlichen Institutionen, und öffentliche Förderung gibt es nicht, so dass sie ausschließlich auf Einnahmen und Spenden angewiesen sind. Das führt zu dauerhaft prekären Arbeitsbedingungen wie Probenzeiten von lediglich drei Wochen, schlechter Absicherung der Künstler und vor allem zu gefälligen Inszenierungen.
Innerhalb von drei Wochen lassen sich kaum anspruchsvolle oder außergewöhnliche Inszenierungskonzepte entwickeln, außerdem besitzt die Regie im US-Theater traditionellerweise nicht dieselbe Autorenschaft wie im deutschsprachigen Raum, so dass Autor*innen sich mit ihren Stücken nah am Bühnenerleben und -geschehen bewegen und quasi schon weitgehend vorinszenieren müssen. Schreiber, die in diesem Korsett gefangen sind, klagen häufig, dass Produzent*innen oder Dramaturg*innen nicht die Fähigkeit haben, Theaterstücke zu lesen, die aus dem Schema fallen, also z. B. unkonventionelle Notationen in theatrale Visionen zu verwandeln.
Der US-amerikanische Theaterwissenschaftler Todd London hat in seiner maßgeblichen Studie «Outrageous Fortune: The Life and ...
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Theater heute Januar 2019
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Henning Bochert
Aachen, Da Theater
17. Abuelaish, Ich werde nicht hassen
R. Ernst Konarek
Aachen, Grenzlandtheater
28. Delaporte und de La Patellière, Alles was Sie wollen
R. Stephan Thiel
Aachen, Theater
11. Vekemans, Momentum
R. Jenke Nordalm
17. Linder, Supergutman
R. Matthias Fuhrmeister
19. Jelinek, Am Königsweg
R. Christian von Treskow
Altenburg/Gera, TPT
27. Gogol, Der Revisor
...
Kein Wunder, dass die Landvermesserin aus Thomas Köcks Stück «dritte republik» sich fragt, warum sie nicht einfach in ihrem Bett liegengeblieben ist, statt diesen «hanebüchenen Auftrag» anzunehmen. Sie soll die Landesgrenzen neu vermessen. Aber das Schneegestöber, das ihr ohne Unterlass ins Gesicht bläst und das sie bald als «beschissensten aller Jahrhundertstürme»...
Das bekannteste Anlageprodukt, die sogenannte Secu-Rente, sollte «ein Steuersparmodell für den kleinen Mann» sein. Als im Juni 2007 am Amtsgericht Göttingen das Insolvenzverfahren gegen die Göttinger Gruppe Vermögens- und Finanzholding GmbH & Co. KGaA eröffnet wurde, waren 1 Milliarde Euro verschwunden. Betroffen waren Menschen, die ihre ohnehin schmalen Renten...
