«Aushalten, dass man da ist»

Ein Gespräch mit Martina Gedeck über den magischen Ort Theater, Kino in Deutschland und Amerika, Ulrich Mühe und Ulrich Wildgruber und ihre Rolle als Harper Regan

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Michael Merschmeier Martina Gedeck, wir treffen uns hier in der Halle des Hotels Reichshof neben dem Schauspielhaus um viertel vor acht abends – Sie kommen gerade von der Probe für «Harper Regan» ...

Martina Gedeck ... ja, wir probieren «englisch», das heißt ab morgens um zehn, dann haben wir mittags eine Stunde Pause, und es geht weiter bis um 18.30 Uhr. Keine Abendproben. Das ist zwar eine Mammutanstrengung, aber es ist für mich nicht schlecht, weil die Harper sowieso die ganze Zeit auf der Bühne ist. Also das richtige Training für die Vorstellungen.

Und man kommt gut vorwärts. 
 

MM Was treibt Schauspieler, die ihren großen Erfolg nicht im Theater, sondern im Film und im Fernsehen haben, zurück auf die Bühne? 

Gedeck Die Bühne ist einfach der lebendigste Ort für den Schauspieler. Auch der wahre Ort. Ein Ort mit Magie. Ein Ort, dafür gemacht, dass Menschen oben Menschen unten etwas erzählen. Wir behandeln die Lebensthemen, unsere eigenen und die der Zuschauer. Von der Struktur her sind sich die meisten Theater außerdem sehr ähnlich. Man kommt an und fühlt sich beheimatet. In jeder Stadt ist das Theater der Ankerplatz – auch wenn man nicht dort spielt, auch für Filmschauspieler. ...

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Theater heute August/September 2008
Rubrik: Akteure, Seite 65
von Michael Merschmeier

Vergriffen
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