Aah-triden-Arie

Aischylos «Orestie»

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Ein bisschen Oper muss sein. Mit Mozart und Cage hat Chefregisseur Ludger Engels am Theater Aachen überregional Aufsehen erregt. Im Sprechtheater weniger. Warum also nicht der ziemlich dahinsiechenden zweiten Sparte mal eine erfrischende Klangkur verpassen? Für das annoncierte «Schauspiel-Ereignis der Spielzeit» leiht sich Engels den Sinfonischen Chor vom Generalmusikdirektor aus und startet Aischylos’ Tragödien-Trilogie «Orestie» als Sprech-Oper, als strenges Oratorium.



Vor einer braunen Kassettenwand stehen in drei Reihen je acht lila Polsterstühle, sechs Stufen führen hinab zum Parkett. Den nüchternen Konzertsaal füllt zunächst nur ein Rauschen aus sechs riesigen Lautsprechern, die von der Decke hängen. Dann rauscht der Chor herein, der Bürger-Block aus Argos formiert sich, in der ersten Reihe acht Schauspieler, alle in edlem Schwarz, vor der Brust die Textkladde und die Augen hoch zum 2. Rang gerichtet, wo der Dirigent den Takt vorgibt. Die Sprache ist Klangmaterial, das frontal ins Publikum geflüstert, skandiert oder gegrölt wird. 

Als man sich bereits auf ein bloßes Hörspiel einzurichten beginnt, stöckelt Klytaimnes-tra (Bettina Scheuritzel), eine Nina-Hagen-Diva mit ...

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Theater heute März 2008
Rubrik: Chronik, Seite 47
von Jenny Schmetz

Vergriffen
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