68–war da was?

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Im Jahr 1968 war von «68» noch lange nicht die Rede. Solche historischen Großetiketten für Brüche und Epochen entstehen immer erst hinterher – dafür halten sie sich, einmal in der Welt, umso hart­näckiger. 40 Jahre später, nachdem 68 viele Siege errungen hat und viele Tode gestorben ist, nachdem es ausführlich gefeiert und leiden­schaftlich verdammt wurde, lässt sich Dichtung und Wahrheit am großen Mythos zwar nicht immer auseinanderhalten, aber zumindest genauer betrachten.

War da wirklich was – und wenn ja, was?

Und was hat das Theater, angeblich eine Vorhut und letzte Bastion von 68, damit zu tun? Eva Behrendt fragt nach dem linken Auftrag – und was davon noch übrig ist. Hans Neuenfels, Thomas Ostermeier, Nicolas Stemann und Frank-Patrick Steckel reden über damals und heute: Zwei Regisseure, die das neue Theater von 68 vorbereitet und bestimmt haben, unterhalten sich mit zwei 1968 geborenen Kollegen über Erfahrungen, Geschichts­per­spektiven, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Elisabeth Schwarz berichtet, wie sich Politisierung und Mitbestimmung aus Sicht einer Schauspielerin und Mutter zweier Kinder ausnahm. Henning Rischbieter lässt in einer Chronik die wichtigsten ...

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Theater heute Jahrbuch 2008
Rubrik: 68–war da was?, Seite 4
von

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