18 Tage für den Überlebenskampf

Verteilungskämpfe in der britischen Theaterlandschaft: Das Arts Council will Neues fördern und riskiert dabei auch förderungswürdiges Altes

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Anfang Januar füllte sich das Londoner Young Vic Theatre für eine stürmische Matinee: 600 wutschnaubende britische Theatermacher drängten sich ins Auditorium. Die Schauspielergewerkschaft Equity hatte Peter Hewitt, den scheidenden Vorstand des Arts Council England (ACE), zur Diskussion gebeten. Denn es gab Redebedarf: Am 12. Dezember hatte die zentrale englische Subventionsbehörde 197 Theatern und anderen Kulturorganisationen, fast einem Viertel ihrer Klientel, schriftlich mitgeteilt, dass ihre Gelder ab April 2008 gestrichen oder gekürzt würden. Man gab ihnen bis zum 15.

Januar Zeit, Einspruch zu erheben. Da die Arts-Council-Telefone vom 21. Dezember bis 2. Januar nicht besetzt waren, hatten man de facto 18 Werktage, um um sein Leben zu kämpfen. Nicht eben viel. Nicht eben fair. So sprach denn auch der bis auf den letzten Platz mit Theaterschaffenden gefüllte Young-Vic-Zuschauerraum, alt und jung, Soap-Star und Shakespeare-Schauspieler, große Namen und Berufsanfänger, dem Arts Council nach zweistündiger erhitzter Debatte ein einstimmiges Misstrauensvotum aus.
 

Exzellenz? Innovation? Public benefit?

Dabei hatte im Oktober das britische Kultusministerium, das Department for Culture, ...

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Theater heute März 2008
Rubrik: Ausland, Seite 44
von Patricia Benecke

Vergriffen
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