Yoann Bourgeois «Les grands fantomes»

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Am 26. März 1851 band der Physiker Léon Foucault im Panthéon im 5. Pariser Arrondissement einen 28 Kilogramm schweren Pendelkörper an eine 67 Meter lange Pendelschnur. Mit jeder Schwingung malte das Pendel eine Spur in ein Sandbett auf dem Boden: der sichtbare Nachweis unserer Erdrotation, bewiesen in Frankreichs Ruhmeshalle, die auffallend viele Physiker in ihren Mauern begraben hat. Nicht Foucault selbst, aber neben dem berühmten Ehepaar Marie und Pierre Curie vier weitere Forscher, die den Naturgesetzen der Bewegung auf der Spur waren.

 

In der Reihe «Monuments en mouvement» des Senders France TV hat der Choreograf Yoann Bourgeois 2019 das Panthéon für einen Tanzfilm betreten, der sinnigerweise zunächst den Titel trug: «Die Mechanik der Geschichte: Versuch, sich dem Punkt der Aufhängung zu nähern». Mit dem Foucaultschen Pendel, am höchsten Punkt der Panthéon-Kuppel befestigt, beginnt der Film von Louise Narboni. Ihre Kamera rückt den monumentalen Hintergrund stets gleichberechtigt neben den Vordergrund der Tänzer-Akrobaten aus dem Centre chorégraphique national de Grenoble, dem Arbeitszentrum von Yoann Bourgeois. Die Kamera zeigt etwa Puvis de Chavannes’ Fresko «Genevi-èves ...

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Tanz März 2021
Rubrik: Kalender, Seite 34
von Arnd Wesemann

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