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Sieben Jahrzehnte Leben, fast fünf davon auf der Bühne – kein Ende in Sicht: Ein Treffen im virtuellen Raum mit der Tänzerin, Pädagogin und Geschichtsspezialistin Elisabeth Schwartz.

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Wir sind uns noch nie persönlich begegnet. Gesehen und gehört haben wir uns eine Stunde lang, Mitte Dezember 2020 im iPad-Rechteck. Elisabeth Schwartz gab den Blick frei auf ihr Pariser Wohnzimmer, ich die Ansicht meiner Straße in Berlin – keine Bücherwände im Hintergrund. Wir unterhielten uns just an dem Tag, an dem sie im Festspielhaus Hellerau hätte auftreten sollen, in Jérôme Bels Künstlerinnenporträt «Isadora Duncan» (tanz 8-9/19), das ich beim Berliner «Tanz im August» im Jahr davor gesehen habe.

Die Ankündigung der abgesagten Aufführung ist in die Rubrik «Archiv» auf der Website des Europäischen Zentrums der Künste in Dresden-Hellerau gewandert. Das Foto ist noch da, auf dem wir Elisabeth Schwartz sehen: die Arme – Duncan-like – angewinkelt in die Höhe gehalten, das linke Bein angewinkelt vor der Hüfte, im Sprung. Das Gesicht nach unten gewandt – pure Bewegung, volle Konzentration. Sie trägt einen cremeweißen Chiton nach antikem Vorbild. So wie einst Isadora Duncan. Gäbe es für diese Aufführung einen passenderen Ort als die Gartenstadt bei Dresden?

«Hellerau», erzählt Elisabeth Schwartz, «wird wohl zum Glück stattfinden, Mitte Mai 2021.» Über diese Entscheidung ist sie sehr ...

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Tanz März 2021
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Claudia Henne

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