Yama

Die israelische Choreografin Noa Wertheim und ihre Vertigo Dance Company gastieren bei den Wolfsburger «Movimentos» mit einer (Er-)Lösungs-Fantasie, die davon träumt, Konflikte zu beenden

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Vom 4. bis 7. Mai bei Movimentos in Wolfsburg

Weich fließen die Wellenbewegungen durch die Körper; tief tauchen die Tänzer in eine Vorbeuge, wiegen sich geschmeidig im weiten Ausfallschritt. Dann wieder arretieren die Bewegungen der in apartes Schwarz gekleideten Schar. Hart geht der Ruck durch die Gelenke, wenn die Darsteller mit zur Faust geschlossenen Händen am Gasdrehgriff eines Motorrads zu reißen scheinen, dabei den Kopf zur Seite werfen und scharrenden Fußes das Knie anheben wie ein Pferd vor dem Aufbäumen. Extrem gegensätzlich sind die Bewegungsqualitäten in Noa Wertheims «Yama».

Mal strebt eine Tänzerin auf den Schultern eines Kollegen himmelwärts, mal rollt die neunköpfige Gruppe baumstammsteif über die Bühne, als sei sie zum Floß vertäut. Und doch ergibt das disparate Bewegungsmaterial ein organisch wirkendes Ganzes – fluide und zugleich kraftvoll, erdig und explosiv.

Ästhetik und Pragmatismus

«Wasser» bedeutet «yama» im Hebräischen, genauer einen vom Ufer eingehegten See. Weite und Begrenzung, Fließen und Stocken: Dualismen wie diese haben Noa Wertheim zur Choreografie für ihre Vertigo Dance Company inspiriert. Dem Flüssigsein spürt sie nach, Liquidem bis in die Knochenstruktur des Körpers hinein; und den Druck ...

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Tanz Mai 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 14
von Elena Philipp

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