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CD des Monats: The Best of Philip Glass

Strawinsky wird das Bonmot zugeschrieben, dass Vivaldi zeitlebens nur ein Konzert komponiert habe, das allerdings über hundertmal. Das Gleiche hätte er auch von Philip Glass behaupten können, dessen Minimal Music bei aller rhythmischen Raffinesse manchmal einen monotonen Eindruck macht. Und doch muss etwas an ihr dran sein, sonst hätten sich nicht Choreografen wie Marco Goecke, Nanine Linning, Jerome Robbins oder Twyla Tharp (um wenigstens ein paar zu nennen) auf sie eingelassen.

Was an ihr dran ist, merkt man spätestens, wenn man alle 36 Beispiele auf der Doppel-CD «The Best of Philip Glass» am Stück hört. Da findet sich nach einem melancholisch eingetrübten «Opening», vom nunmehr 80-Jährigen am Klavier selbst eingespielt, die «Definition» aus dem Dokumentarfilm «Naqoyqatsi»: wie mit Herzklopfen komponiert. Ebenso berühmt wie berührend die Begräbnisszene aus seinem «Echnaton», oder  «Evening Soon» aus der Oper «Satyagraha», derzeit in einer Inszenierung von Sidi Larbi Cherkaoui in Basel und ab Oktober in Berlin zu sehen. Mitreißend ist seine Musik «In the Upper Room», bei der sich ein Choreograf jede Sitzgelegenheit ersparen kann. Und nach ...

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Tanz Mai 2017
Rubrik: Medien Mai 2017, Seite 56
von Red.

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